Babys für Barrierefreiheit. Ein neues Bündnis für mehr Solidarität.

Zwei Personen sitzen in einer schmalen Gasse, die linke trägt dunkle Kleidung und hat eine Hand an einem Kinderwagen, die rechte trägt einen knalligen grünen Rock und ein pinkes Shirt und nutzt einen Rollstuhl. Beide lächeln in die Kamera.

Kinderwagen und Rollstuhl haben mehr gemeinsam, als man denkt: Beide scheitern an kaputten Aufzügen, hohen Stufen und anderen Barrieren im Alltag. Das neues Bündnis „Babys für Barrierefreiheit“ bringt Eltern und Menschen mit Behinderung zusammen. Redakteurin Carolin Schmidt hat mit den Initiator*innen Mona Bernhard und Max Balzer gesprochen.

Warum die BGG-Reform behinderten Menschen schadet

Mehrere Baueimer und Zementsäcke sind vor dem Bundestag aufgebaut, eine Person im Rolli spricht in ein Mikrofon.

Zehn Jahre nachdem eine SPD-Ministerin ankündigte, die Privatwirtschaft nicht ewig von Barrierefreiheit auszunehmen, tut die BGG-Reform genau das: Sie erklärt bauliche Anpassungen pauschal für unzumutbar. Ein Gesetzentwurf, der Diskriminierung nicht abbaut, sondern absichert. Karina Sturm berichtet.

#74 BGG

Mehrere Menschen mit Behinderung demonstrieren vor dem Deutschen Bundestag. Sie halten bunte Schilder in den Händen und strecken die linke Faust nach oben.

In Folge 74 unseres Bayern 2 Podcasts sprechen Jonas Karpa, Karina Sturm und Raúl Krauthausen über die geplante Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes (BGG) – und warum viele behinderte Menschen sie als Rückschritt sehen. Statt mehr Barrierefreiheit zu schaffen, könnte das Gesetz in seiner aktuellen Form vor allem die Privatwirtschaft entlasten. Für viele gilt deshalb: So darf dieses Gesetz nicht kommen.

Inklusion: Politisch anerkannt, aber noch nicht verbindlich

Abendliche Bühnenstimmung, im Vordergrund gebärdet eine Person auf einer Bühne, Hände und ein Teil des Oberkörpers sind zu sehen, im Hintergrund sitzendes Publikum.

Alle reden über Inklusion, aber im Alltag gibt es nach wie vor viele Barrieren. Die Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes (BGG) zeigt: Rechte von Menschen mit Behinderungen sind hierzulande noch nicht ausreichend abgesichert. Ein Beitrag von Raúl Krauthausen.

„Die German Angst muss abgelegt werden.“ Im Gespräch mit Jürgen Dusel, Beauftragter der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen

Jürgen Dusel trägt ein weißes Hemd und einen blauen Blazer. Hinter ihm ist ein altes Steingebäude zu sehen - aus dem einen Fenster hängt eine Regenbogenflagge.

Sein Motto lautet „Demokratie braucht Inklusion“. Wie schwierig es ist, Inklusion als Menschenrecht nachhaltig in der Politik zu verankern, was alles schon erreicht wurde in Sachen Gleichstellung und warum Musik ihm hilft, die Balance zu wahren – darüber spricht Jürgen Dusel, Beauftragter der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, mit Redakteurin Carolin Schmidt.