Was bedeuten die Landtagswahlen im Osten für behinderte Menschen?

In Ostdeutschland stehen wichtige Entscheidungen an: In Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern werden im September 2026 neue Landtage gewählt. In beiden Ländern gewinnt die AfD laut Umfragen deutlich an Zuspruch und könnte zukünftig eine wichtige politische Rolle spielen. Doch was bedeutet diese politische Entwicklung konkret für Menschen mit Behinderungen? Mevludin Useinoski über Barrieren beim Wählen, erstarkte rechtsradikale Parteien und die Frage, welche Auswirkungen die Wahlen im Osten auf Menschen in ganz Deutschland haben werden.
5 Gründe, warum die Alternative für Deutschland (AfD) für Menschen mit Behinderungen gefährlich ist

Die AfD hat immer mehr Anhänger*innen. Aber wie steht die AfD zu Menschen mit Behinderungen? Das Deutsche Institut für Menschenrechte (DIMR) hat Reden und andere Aktivitäten der AfD geprüft. Es kommt zum Ergebnis: Die AfD ist eine rechtsextreme Partei und eine Gefahr für Menschen mit Behinderungen. Der Text ist in schwerer Sprache. Aber alle sollen die wichtigsten Ergebnisse lesen können. Deswegen hat Florian Preußger von der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben sie in einer einfachen Übersicht zusammengefasst.
Warum die BGG-Reform behinderten Menschen schadet

Zehn Jahre nachdem eine SPD-Ministerin ankündigte, die Privatwirtschaft nicht ewig von Barrierefreiheit auszunehmen, tut die BGG-Reform genau das: Sie erklärt bauliche Anpassungen pauschal für unzumutbar. Ein Gesetzentwurf, der Diskriminierung nicht abbaut, sondern absichert. Karina Sturm berichtet.
Kein Zufall: Wie die AfD über Menschen mit Behinderungen spricht

Die AfD spricht von „gesunden Gesellschaften” und meint damit eine Gesellschaft ohne Menschen mit Behinderungen. Autorin Nicole Schmitt hat sich die neue Analyse des Deutschen Instituts für Menschenrechte angeschaut, die zeigt, wie tief diese Ideologie sitzt und warum wir gerade jetzt hinschauen müssen.
Mindestlohn für Alle! Warum die Arbeit von Menschen mit Behinderungen aus Werkstätten sichtbar ist, aber nicht gerecht bezahlt wird

Vom Sicherheitsgurt im Auto bis zum Kaffee im Regal: Produkte und Dienstleistungen aus Werkstätten für behinderte Menschen begleiten unseren Alltag. Doch ihre Arbeit wird nicht fair bezahlt. Warum gilt der Mindestlohn für so viele, aber nicht für sie? Wer profitiert davon? Und was sagt das aus über unseren Begriff von Arbeit, Teilhabe und Gerechtigkeit? Ein Artikel von Sarah Schank.
„Deutschland kann es besser“ – Ein Gespräch über die BGG Reform mit René Schaar

Der Journalist und Diversity Manager René Schaar hat eine Petition gegen den aktuellen Entwurf des Behindertengleichstellungsgesetzes (BGG) gestartet. Im Interview mit Mareice Kaiser spricht er über Wut, fehlende politische Konsequenzen und warum der Gesetzentwurf aus seiner Sicht Barrieren nicht abbaut, sondern weiter zementiert.
Inklusion: Politisch anerkannt, aber noch nicht verbindlich

Alle reden über Inklusion, aber im Alltag gibt es nach wie vor viele Barrieren. Die Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes (BGG) zeigt: Rechte von Menschen mit Behinderungen sind hierzulande noch nicht ausreichend abgesichert. Ein Beitrag von Raúl Krauthausen.
„Wir müssen komplexe Sprache abschaffen.“ Ein Interview mit Ronja Zierold und Ocean Renner von den Grünen

Einfache Sprache, Ruheräume, echte Teilhabe: Ronja Zierold und Ocean Renner kämpfen bei den Grünen für Inklusion. Aber selbst in einer progressiven Partei stoßen sie auf Widerstände. Im Interview mit Mareice Kaiser sprechen sie über Macht, Ableismus, politische Erschöpfung und warum komplexe Sprache oft weniger mit Inhalt als mit Ausschluss zu tun hat.
Bedrohungen für behinderte Menschen unter Trump – was bedeutet das für uns?

Was in den USA politisch geschieht, bleibt nie ohne Auswirkungen auf den Rest der Welt – sei es durch wirtschaftliche Verflechtungen, kulturelle Vorbilder oder durch politische Narrative, die schnell exportiert werden – auch nach Deutschland. Präsident Trump ist nur wenige Monate im Amt, doch vom ersten Moment an verkündete das derzeitige US-Staatsoberhaupt, Sozialprogramme zu kürzen, Antidiskriminierungsgesetze zurückzurollen und Gleichstellungsinitiativen zu beenden. Die Rechte von Frauen, queeren Menschen, People of Color und von Menschen mit Behinderung geraten zunehmend unter Druck. Was genau passiert gerade in den USA? Wie betrifft das insbesondere behinderte Menschen? Und warum ist das nicht nur ein Rückschritt für die USA, sondern eine Bedrohung für grundlegende Menschenrechte weltweit? Autorin Karina Sturm hat mit drei behinderten Aktivist*innen über einige der großflächigen Bedrohungen für behinderte Menschen in den USA gesprochen.
„Die German Angst muss abgelegt werden.“ Im Gespräch mit Jürgen Dusel, Beauftragter der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen

Sein Motto lautet „Demokratie braucht Inklusion“. Wie schwierig es ist, Inklusion als Menschenrecht nachhaltig in der Politik zu verankern, was alles schon erreicht wurde in Sachen Gleichstellung und warum Musik ihm hilft, die Balance zu wahren – darüber spricht Jürgen Dusel, Beauftragter der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, mit Redakteurin Carolin Schmidt.