Inklusion auf dem Wahlzettel: Das fordern die Parteien zur Bundestagswahl 2025

Von der Teilhabe am Arbeitsplatz über inklusive Bildung bishin zur barrierefreien Stadtplanung – die Bundestagswahl 2025 entscheidet auch über die Zukunft von Menschen mit Behinderungen. Wer setzt auf echte Teilhabe, wer bleibt vage? Wer möchte Barrierefreiheit auch rechtlich verankern, hat Ideen zur Verbesserung beim Gewaltschutz und auf dem Arbeitsmarkt? Und welche Parteiprogramme sind barrierefrei zugänglich? Wir haben die Wahlprogramme der großen Parteien verglichen.
Mit Assistenz oder Schablone? – Wählen mit Sehbehinderung

Nicht alle Menschen, die in Deutschland leben, dürfen wählen. Und auch wenn sie die Deutsche Staatsbürgerschaft haben, ist die Wahl nicht barrierefrei. Unsere Kolumnistin Lydia Zoubek berichtet von Barrieren bei der Wahl für Menschen mit Sehbehinderung, von Aufklärung und möglichen Hilfsmitteln.
Auf dem rechten Auge taub

Wahlplakate müssen plakativ, vereinfacht, eingängig sein. Aber wo verläuft die Linie zwischen Überzeichnung und Abwertung, zwischen Zuspitzung und Diskriminierung? Unser Kolumnist Wille Felix Zante kritisiert ein Wahlplakat des Bündnis Sahra Wagenknecht, das mit einer ableistischen Aussage auffällt.
„Wir müssen die Gesellschaft dafür sensibilisieren, dass das Leben, das wir hier in Freiheit und Frieden führen, keine Selbstverständlichkeit ist.“ Ein Gespräch mit CDU-Abgeordneten Serap Güler

Serap Güler ist seit 2021 für die CDU im Bundestag und setzt sich dort mit Verteidungs- und Sicherheitspolitik auseinandern, wobei in ihrer Brust, wie sie selbst sagt, zwei Herzen schlagen, denn als Frau mit Migrationsgeschichte bringt sie sich auch weiterhin in integrationspolitische Fragen ein. Mit Karina Sturm spricht sie über die Herausforderungen und Chancen als junge Politikerin, ihre politischen Ziele und warum sie sich so stark für ein „Gesellschaftsjahr“ einsetzt.
„Ich kämpfe immer noch mit Rollenklischees.“ Im Gespräch mit Grünen-Politikerin Sabine Grützmacher

Egal welche Projekte umgesetzt werden sollen, am Ende geht es immer um das eine: Gelder, Zuschüsse, Fördermittel. Sabine Grützmacher sitzt seit 2021 für die Grünen im Deutschen Bundestag und ist dort unter anderem Mitglied im Finanzausschuss. Mit Jonas Karpa spricht sie über Rollenklischees in der Politik, Barrieren die sie als Autistin erfährt und warum für sie Finanzpolitik gelebte Sozialpolitik ist.
„Wir haben noch einen wahnsinnig langen Weg vor uns.“ Ein Gespräch mit Mehmet Daimagüler, Antiziganismusbeauftragter der Bundesregierung

Mehmet Daimagüler ist Antiziganismusbeauftragter der Bundesregierung. Teil seiner Arbeit ist die Sensibilisierung für die jahrhundertelange Diskriminierung von Sinti*zze und Romn*ja, aber auch die bestmögliche Vertretung ihrer Rechte und die Stärkung ihrer Perspektiven heute. Im Gespräch mit Redakteurin Carolin Schmidt erzählt er, wie er heute auf seine Zeit bei der Corps Westfalia und seine Karriere bei der FDP zurückblickt, warum er sich für die Belange von Sinti*zze und Romn*ja einsetzen kann, obwohl er kein Selbstvertreter der Community ist und warum seine Arbeit als Nebenklagevertreter im NSU-Prozess so wichtig für ihn war.
„Es ist empowered, sich selbst in der Politik und in den Parlamenten repräsentiert zu sehen.“ Im Gespräch mit Grünen-Politikerin Nyke Slawik

Als eine der ersten offen trans lebenden Politiker*innen sitzt Nyke Slawik seit 2021 im Deutschen Bundestag. Zur Politik kam die Grünen-Abgeordnete über Klima- und Verkehrsthemen in ihrer Heimatstadt Leverkusen. Mit unserer Redakteurin Carolin Schmidt spricht sie unter anderem über fehlende Perspektiven in der Verkehrspolitik, psychische Gesundheit und warum Politik vielfältig sein muss.
„Ich bin Abgeordneter meiner Fraktion, unabhängig von meiner Geschichte.“ Im Gespräch mit FDP-Politiker Muhanad Al-Halak

Der Weg in den Bundestag kann ganz unterschiedlich aussehen. Für Muhanad Al-Halak von der FDP war das ehrenamtliche Engagement und seine kommunalpolitische Arbeit ausschlaggebend für die Kandidatur. Mit unserer Redakteurin Carolin Schmidt spricht er über Integration, die Politisierung junger Menschen auf TikTok und über sein Lieblingsthema: die Ressource Wasser.
„Ich hätte gerne einen gesellschaftlichen Konsens, dass wir für niemanden Sonderwelten brauchen.” Ein Gespräch mit Grünen-Politikerin Stephanie Aeffner

Stephanie Aeffner wollte eigentlich schon nach dem Abitur in die Politik, entschied sich dann aber zunächst für ein Medizinstudium, bevor sie zur Sozialen Arbeit wechselte. Nach einer Anstellung als Qualitätsmanagerin folgte eine längere krankheitsbedingte Pause, nach der sie viele Jahre in einem „Zentrum selbstbestimmt Leben“ Menschen mit Behinderungen beraten hat und Aktivistin in der Selbstbestimmt-Leben-Bewegung war. 2016 wurde sie Landes-Behindertenbeauftragte in Baden-Württemberg. Seit 2021 ist sie als Bundestagsabgeordnete der Grünen zuständig für Sozialpolitik und Barrierefreiheit. Karina Sturm hat sich für die Neue Norm mit ihr unterhalten.
„Gerade im Umgang mit dem Rechtsruck ist die intersektionale Perspektive sehr wichtig.“ Ein Gespräch mit Linken-Politikerin Gökay Akbulut

Wie hängen Bildung und Demokratiebildung zusammen? Gibt es feministisch-migrantische Vorbilder in der Politik und wie funktioniert die Gratwanderung zwischen Selbstrepräsentation und eigener Themensetzung? Darüber spricht unsere Redakteurin Carolin Schmidt mit Linken-Politikerin Gökay Akbulut, Sprecherin für Migration, Familie und bürgerschaftliches Engagement im Bundestag.