„Nein, wir sind nicht vollständig barrierefrei“: Wie das Filmfestival ReelAbilities Barrierefreiheit immer weiterdenkt

Zwei Personen in Abendgarderobe sind auf einem roten Teppich, eine nutzt einen Rollstuhl. Hinter einem roten Samtseil stehen Besuchende.

Barrierefreiheit ist kein Zustand, sondern ein Prozess: Das ReelAbilities Film Festival zeigt, wie Inklusion im Kulturbereich konsequent weitergedacht werden kann – und warum „nicht vollständig barrierefrei“ ein Anspruch, kein Mangel ist. Karina Sturm spricht mit Gründer Isaac Zablocki über Repräsentation im Film, über die Schwierigkeit, Menschen zu erreichen und Behinderung als Spektrum.

„Es war mutig von mir, diese Rolle zu spielen.“ – 5 Fragen an Schauspielerin Celina Scharff

Eine Frau mit kurzen braunen Haaren steht am Fenster und schaut nachdenklich nach draußen; ihr Gesicht spiegelt sich im Glas. Warmes Licht fällt seitlich auf ihr Gesicht und hebt die ernste, ruhige Stimmung hervor.

Celina Scharff steht seit über zehn Jahren auf der Bühne. Jetzt ist sie erstmals in einer Kinohauptrolle zu sehen. In „Luisa“ spielt sie eine junge Frau, deren Leben aus den Fugen gerät, als bei ihr eine unerwartete Schwangerschaft festgestellt wird. Der Film macht ein oft verdrängtes Thema sichtbar: sexualisierte Gewalt an Menschen mit Behinderung. Im Interview spricht sie über ihre Rolle und die Arbeit im inklusiven Team.

Inklusion: Politisch anerkannt, aber noch nicht verbindlich

Abendliche Bühnenstimmung, im Vordergrund gebärdet eine Person auf einer Bühne, Hände und ein Teil des Oberkörpers sind zu sehen, im Hintergrund sitzendes Publikum.

Alle reden über Inklusion, aber im Alltag gibt es nach wie vor viele Barrieren. Die Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes (BGG) zeigt: Rechte von Menschen mit Behinderungen sind hierzulande noch nicht ausreichend abgesichert. Ein Beitrag von Raúl Krauthausen.

#73 Demokratie – Nicht ohne uns! (LIVE von der Leipziger Buchmesse 2026)

Raúl Krauthausen, Karina Sturm, Arne Semsrott und Jonas Karpa sitzen auf einer Bühne der Leipziger Buchmesse und halten Mikrofone in der Hand.

In Folge 73 unseres Bayern 2 Podcasts sprechen Jonas Karpa, Karina Sturm und Raúl Krauthausen live von der Leipziger Buchmesse 2026 mit dem Aktivisten, Journalisten und Politikwissenschaftler Arne Semsrott über die Frage: Was hat Demokratie eigentlich mit Inklusion zu tun – und warum funktioniert das eine nicht ohne das andere?

„Ohne uns über uns?“ Chancen und Grenzen von KI-Gebärdensprach-Avataren

KI generierte Person mit kurzen, braunen Haaren, dunkelgrauem Shirt gebärdet, der Hintergrund ist hellgrau.

Künstliche Intelligenz soll Gebärdensprache übersetzen, doch viele Taube Selbstvertreter*innen warnen: Die Entwicklung läuft an der Community vorbei. Eine Veranstaltung der Bundesfachstelle für Barrierefreiheit zu KI-Gebärdensprach-Avataren zeigte Potenziale, aber auch deutliche Grenzen. Jana Lange berichtet.

„Krankheit wird moralisiert.“ Ein Gespräch mit Samson Grzybek

Zeichnung einer Person mit kurzen Haaren und Ohrring, T-Shirt und geöffnetem Hemd, die neben einer Topfpflanze sitzt und leicht lächelt. Links steht @noemi_hasler in roter Schrift

Samson Grzybek arbeitet an der Schnittstelle von diskriminierungskritischer Bildungsarbeit, Gesundheitsversorgung und Onlinemarketing. 2021 gründete Samson Queermed: eine Organisation, die ein Verzeichnis für diskriminierungssensibel  empfohlene Praxen und Kliniken anbietet, aber auch Bildungsarbeit, Events und vieles mehr. Im Gespräch mit Max Balzer spricht Samson über inklusive Anamnesebögen, die Grenzen binärer Medizin und über die Frage, warum positive Empfehlungen politisch sein können.  

#72 Glasknochen

Fotocollage von Leonard Grobien, Kübra Sekin und Raul Krauthausen vpr türkisem Hintergrund. Alle schauen direkt in die Kamera.

In Folge 72 unseres Bayern 2 Podcasts sprechen Jonas Karpa, Karina Sturm und Raúl Krauthausen gemeinsam mit den Gäst*innen Kübra Sekin und Leonard Grobien über Glasknochen (Osteogenesis imperfecta) – und darüber, was diese Behinderung jenseits von Diagnose-Details im Alltag bedeutet. Es geht um Themen wie Kindheit mit Brüchen und Schmerzen, um Krankenhaus-Erfahrungen, um Crip Empowerment, Sichtbarkeit, – und warum gerade so viele Menschen mit Glasknochen in Medien- und Kulturräumen präsent sind.

„Der Hund will geweckt werden“ 5 Fragen an Jasmin Polsini und Valentin Weilenmann

Jasmin Polsini und Valentin Weilenmann der Initiative „Schlafende Hunde wecken“ sind vor ihrer Kunstinstallation zu sehen. Sie sitzt in einem Aktivrollstuhl und trägt schwarze Kleidung, Er steht in weißem Shirt und Jeans daneben.

Inklusion ist für Jasmin Polsini und Valentin Weilenmann eine politische Frage von Macht, Sichtbarkeit und Teilhabe. Mit ihrer Initiative „SCHLAFENDEHUNDEWECKEN“ zeigen sie ableistische Strukturen auf, die viele gar nicht bemerken (wollen). Ihre Cartoons sind dabei Werkzeug, Störung und Einladung zum Umdenken zugleich. Im Interview mit Die Neue Norm sprechen sie über Barrieren im Kopf und im System, über Humor als Strategie und darüber, warum echte Veränderung mehr als schöne Worten braucht.