#6 Angry Cripple

Eine Tänzerin mit Downsyndrom hebt ihre Faust der Kamera entgegen
In dieser Podcastfolge ballen wir die Fäuste. Bild: Daniela Buchholz | danielabuchholz.de
Lesezeit ca. 2 Minuten

Angry Cripple – wütender Krüppel. Warum das Wort ein positives und empowerndes ist, was uns wütend macht und wie wir daraus Energie schöpfen, erfahrt ihr in dieser Folge.

Das Transkript zur Podcastfolge “Angry Cripple”

Alle Folgen des Podcasts zum Nachhören:

Krüppel – ein Wort, das wir meist im negativen Kontext kennen. Damit wird oft auch umgangssprachlich eine Person genannt, die in den Augen vieler minderwertig ist. Doch betroffene Menschen haben sich dieses Wort mittlerweile als stärkende Selbstbezeichnung gegeben. Die Krüppelbewegung und das Krüppeltribunal stehen für eine politische Bewegung und den Kampf um Selbstbestimmung. 

Wütend machen behinderte Menschen äußere Umstände, Barrieren in der Umwelt, aber auch die Ignoranz von nichtbehinderten Menschen. Eine häufige Reaktion von Mitmenschen auf Wut ist Beschwichtigung ‘Hab dich nicht so’, ‘Du musst auch das Positive sehen’ – dies sind Reaktionen, die die Wut eher verstärken können. Behinderte Menschen haben in einer Welt voller Barrieren auch das Recht, wütend zu sein. 

Mitgemeint statt mitgedacht

In öffentlichen Diskussionen kommen behinderte Menschen oft nicht vor, wie zuletzt auch im TV-Beitrag “Männerwelten”, der sexuelle Übergriffe gegenüber Frauen thematisiert. Behinderte Menschen müssen der Allgemeinheit ihre Existenz ständig in Erinnerung rufen, ihre Rechte einklagen und auf Diskriminierung hinweisen. In dieser Folge erzählen wir auch, was uns ganz persönlich wütend macht. 

Im Podcast erwähnte Links:

1. “Sie nannten sich Krüppel”  – Ein Porträt bei Zeit Online über die Behindertenrechtsaktivistin und Professorin Swantje Köbsell, das auch die historischen Ereignisse der Krüppelbewegung aufgreift.  

2. Behinderte Menschen haben ein Recht darauf, wütend zu sein” – The Mighty, englischsprachiger Link.

3. “In ‘Männerwelten’ gibt es keinen Regenbogen” – Unsere Autorin Eliza Gawin kommentiert das ProSieben-Video über sexualisierte Gewalt gegenüber Frauen, in dem keine Frau mit Behinderung vorkommt. 

Ein Gif von Ex-US-Präsident Brack Obama. Er lässt ein Mikrofon nach einer Rede absichtlich fallen.

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Eine Antwort

  1. Hallo
    ich habe mir den Podcast mal angehört. Das mit der Bahn kenne ich von meiner Schwester, die auch auf den Rollstuhl angewiesen ist und schon mehrmals das Pech hatte, dass der angeforderte Hochlifter nicht an der Stelle stand wo sie ihn angefordert hatte 🙁 , so dass andere Menschen sie mit Rollstuhl aus dem Zug getragen haben, weil der Zug sonst weiter gefahren wäre. Bei alltäglichen Situationen, also Treppen etc… ist es dann wohl besser vorher zu fragen, ob die/der Betroffene überhaupt Hilfe möchte und auch nicht böse zu sein, wenn sie/er das ablehnt.
    Ich danke Euch für diesen Podcast und freue mich auf den nächsten
    Lieben Gruß Gabi

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