#71 Von Alltagshelfern bis Lifehacks
In Folge 71 unseres Bayern 2 Podcasts sprechen Jonas Karpa, Karina Sturm und Raúl Krauthausen über Hilfsmittel und persönliche „Lifehacks”, die den Alltag mit Behinderung erleichtern. Von absolut notwendigen Rollstühlen über Küchenhelfer und komplexe Routenplanung zeigen die Hosts die kreativen Lösungen der Disability Community.
Aktuelle Beiträge

„Der Hund will geweckt werden“ 5 Fragen an Jasmin Polsini und Valentin Weilenmann
Inklusion ist für Jasmin Polsini und Valentin Weilenmann eine politische Frage von Macht, Sichtbarkeit und Teilhabe. Mit ihrer Initiative „SCHLAFENDEHUNDEWECKEN“ zeigen sie ableistische Strukturen auf, die viele gar nicht bemerken (wollen). Ihre Cartoons sind dabei Werkzeug, Störung und Einladung zum Umdenken zugleich. Im Interview mit Die Neue Norm sprechen sie über Barrieren im Kopf und im System, über Humor als Strategie und darüber, warum echte Veränderung mehr als schöne Worten braucht.

Ausbildung mittendrin: Wie Menschen mit Behinderung ihren Platz auf dem Arbeitsmarkt finden
Nur wenige Menschen mit kognitiver Behinderung arbeiten auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. Noch weniger haben eine Berufsausbildung. Hier setzt der Verein mittendrin e.V. an: Mit ihrem Projekt „Ausbildung mittendrin“ hat er bereits elf junge Menschen auf ihrem Weg in und durch eine duale Ausbildung begleitet. Drei von ihnen erzählen von ihrem Alltag zwischen Betrieb und Berufsschule, über Hürden und Erfolge. Und von dem besonderen Moment, wenn man den Abschluss endlich in den Händen hält.

Wer wird Millionär*in und wer nicht?
Quizshows wie „Wer wird Millionär?“ gelten als Ort der Chancengleichheit: Alle starten bei null, am Ende zählt nur das Wissen. Doch dieser Eindruck trügt. Denn lange bevor die erste Frage gestellt wird, entscheiden Bewerbungsprozesse mit verschiedenen Barrieren darüber, wer überhaupt teilnehmen darf. Rosalie Renner und Rebekka Krohmer zeigen, wie Barrieren im Casting, im Studio und in der Kommunikation Menschen mit Behinderungen systematisch ausschließen und warum echte Fairness nur mit barrierefreien Strukturen möglich ist.

„Hätten wir damals gelebt, wären wir der Eugenik wohl auch zum Opfer gefallen“ – Menschen mit Behinderung in der NS-Zeit
Zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar erinnern wir an ein oft verdrängtes Kapitel der NS- Verbrechen: die systematische Entmenschlichung und Ermordung behinderter Menschen. Dieser Text ist ein Abdruck aus dem Buch „Stoppt Ableismus“ von Karina Sturm und Anne Gersdorff. Er zeigt, wie Ableismus per Gesetz legitimiert wurde und warum Erinnern, Anerkennen und Widersprechen bis heute notwendig sind.

Fragt erst und schiebt dann
Im Alltag erfahren Menschen mit Behinderungen häufig Grenzüberschreitungen, die auch noch als Großzügigkeit getarnt werden. Benennt die betreffende Person diese Grenzüberschreitung, schlägt ihr häufig Unverständnis oder sogar Wut entgegen. So hat es auch unser Kolumnist Leon Amelung erfahren, als er auf Shopping-Tour war.

„Wir müssen komplexe Sprache abschaffen.“ Ein Interview mit Ronja Zierold und Ocean Renner von den Grünen
Einfache Sprache, Ruheräume, echte Teilhabe: Ronja Zierold und Ocean Renner kämpfen bei den Grünen für Inklusion. Aber selbst in einer progressiven Partei stoßen sie auf Widerstände. Im Interview mit Mareice Kaiser sprechen sie über Macht, Ableismus, politische Erschöpfung und warum komplexe Sprache oft weniger mit Inhalt als mit Ausschluss zu tun hat.
Kontakt
Hier kannst du die Redaktion von Die Neue Norm (SOZIALHELDEN) erreichen. Wenn du Fragen, Anregungen, weitere Themenwünsche oder Kritik hast, dann schreib uns einfach eine Nachricht:



