„Nein, wir sind nicht vollständig barrierefrei“: Wie das Filmfestival ReelAbilities Barrierefreiheit immer weiterdenkt

Barrierefreiheit ist kein Zustand, sondern ein Prozess: Das ReelAbilities Film Festival zeigt, wie Inklusion im Kulturbereich konsequent weitergedacht werden kann – und warum „nicht vollständig barrierefrei“ ein Anspruch, kein Mangel ist. Karina Sturm spricht mit Gründer Isaac Zablocki über Repräsentation im Film, über die Schwierigkeit, Menschen zu erreichen und Behinderung als Spektrum.
„Es war mutig von mir, diese Rolle zu spielen.“ – 5 Fragen an Schauspielerin Celina Scharff

Celina Scharff steht seit über zehn Jahren auf der Bühne. Jetzt ist sie erstmals in einer Kinohauptrolle zu sehen. In „Luisa“ spielt sie eine junge Frau, deren Leben aus den Fugen gerät, als bei ihr eine unerwartete Schwangerschaft festgestellt wird. Der Film macht ein oft verdrängtes Thema sichtbar: sexualisierte Gewalt an Menschen mit Behinderung. Im Interview spricht sie über ihre Rolle und die Arbeit im inklusiven Team.
#72 Glasknochen

In Folge 72 unseres Bayern 2 Podcasts sprechen Jonas Karpa, Karina Sturm und Raúl Krauthausen gemeinsam mit den Gäst*innen Kübra Sekin und Leonard Grobien über Glasknochen (Osteogenesis imperfecta) – und darüber, was diese Behinderung jenseits von Diagnose-Details im Alltag bedeutet. Es geht um Themen wie Kindheit mit Brüchen und Schmerzen, um Krankenhaus-Erfahrungen, um Crip Empowerment, Sichtbarkeit, – und warum gerade so viele Menschen mit Glasknochen in Medien- und Kulturräumen präsent sind.
Rezension Dokumentarfilm „was uns bewegt“

„Was uns bewegt“ – ein Film über Freundschaft, Natur und Inklusion auf dem Jakobsweg. Doch hinter der bewegenden Reise von neun Freund*innen, darunter Tobias, der mit einer Behinderung lebt, verbirgt sich mehr als nur ein Abenteuer. Der Dokumentarfilm will inspirieren – und stolpert dabei gefährlich nah an den Abgrund des sogenannten Inspiration Porn. Wie erzählen wir Geschichten über Behinderung, ohne zu verklären oder zu instrumentalisieren? Autorin und Schauspielerin Johanna Polley mit einer kritischen Reflexion über gute Absichten, stereotype Bilder und die Macht des Perspektivwechsels.
Disney’s Realverfilmung von Schneewittchen ohne „Zwerge“ – Empowerment oder Ableismus?

Disney verfilmt seit Jahren Zeichentrick-Klassiker als Realfilme neu. Ein Anspruch ist hier auch, möglichst progressiv zu sein und den neuen Zeitgeist widerzuspiegeln. Während der Produktion an „Schneewittchen“ gab es einige Kontroversen um die Darstellung der „Zwerge“. Unsere kleinwüchsige Autorin Andrea Schöne hat darauf einen Blick geworfen und erklärt auch, warum Behinderungen in Märchen häufig sehr problematisch dargestellt werden.
Wenn das Händchen für Repräsentation Handarbeit bleibt

Was bedeutet es, sich selbst im Film zu sehen – wirklich zu sehen? Nicht als Tragödie, nicht als Schockeffekt, sondern als Hauptrolle mit Ecken, Kanten und Coolness? Unsere Kolumnistin Matilda Jelitto erzählt vom Frust über fehlende Repräsentation, der Kraft eigener Geschichten – und dem ziemlich wörtlichen „Handgriff“, den es braucht, um die Filmwelt inklusiver zu gestalten.
„Mir war es wichtig, den Betroffenen des Jule-Stinkesocke-Catfishs eine Stimme zu geben“. 5 Fragen an Loreleï Holtmann

Jule, angeblich eine querschnittsgelähmte junge Frau im Medizinstudium, hatte zeitweise eine Reichweite von mehr als 70.000 Follower*innen, wurde für ihre erfolgreichen Blogs und Tweets ausgezeichnet und war ein Vorbild für viele Menschen mit Behinderung. Einige standen im engen Austausch mit ihr über eigene Diagnosen, körperliche Beschwerden und intime Details. Doch Ende 2023 stellte sich heraus: Alles war eine Lüge. Die ZDF-Dokuserie „WTF is Jule?!“ arbeitet die Fake-Identität der Bloggerin „Jule Stinkesocke“ auf und erzählt von den tiefen Spuren, die die Täuschung hinterlassen hat. Wir haben mit Loreleï Holtmann, einer der Autor*innen der Serie, gesprochen.
„Was ist schon normal?“ – Selbstverständlichkeit. Eine Filmkritik.

Wie muss man sich verhalten, um in einer Gruppe von Menschen mit Lernschwierigkeiten unterzutauchen? In der französischen Filmkomödie „Was ist schon Normal?“ versuchen zwei Räuber genau das, um von der Polizei nicht entdeckt zu werden und reflektieren ihre Perspektive auf behinderte Menschen. Jonas Karpa hat den Film gesehen und beleuchtet Fragen der Authentizität und der Norm.
„Wer will schon normal sein?“ – Rezension zur Serie „Simple“ und dem dazugehörigen Roman „Leichte Sprache“ von Cristina Morales

Basierend auf dem Roman „Leichte Sprache“ der spanischen Schriftstellerin Cristina Morales geht es in der Serie „Simple“ um die Frage des autonomen Lebens, um Freiheit und darum, was Normalität bedeutet. Dabei geht die thematische Auseinandersetzung in der Serie und im Roman jedoch weit auseinander. Eine vergleichende Rezension von unserer Autorin Andrea Schöne.
„Gehörlosigkeit in Filmen soll normalisiert werden.“ Die Schauspielerin Mila Davis-Kent im Gespräch.

Gerade mal zehn Jahre alt und schon eine große Rolle in einem Blockbuster: Die Schwarze, taube Schauspielerin Mila Davis-Kent spielt Amara, die Tochter der Hauptfigur Adonis, in Creed III. Ein Interview mit der Newcomerin von Nele Hellwig und Melissa Wessel von der Deutschen Gehörlosenzeitung.