Was ist Ableismus? Warum Ausgrenzung und Gewalt kein Einzelfall sind

Demo am Reichtagsufer, im Hintergrund der Bundestag. Die Sonne scheint, einige Menschen haben sich versammelt. Eine Person trägt ein Schild mit der Aufschrift „Selbstbestimmt Leben“

Morgen ist Europäischer Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung. Wie sieht es aus mit dieser Gleichstellung? Ableismus zeigt sich nicht nur in offensichtlicher Diskriminierung, sondern durchzieht den Alltag behinderter Menschen auf vielen Ebenen: in bevormundenden Strukturen, fehlender Barrierefreiheit, stereotype Darstellungen in den Medien oder gesellschaftlichen Vorstellungen darüber, was ein „lebenswertes“ Leben ist. Besonders in stationären Einrichtungen verdichten sich diese Formen von Ableismus zu einem System aus Abhängigkeit und Kontrolle mit teils lebensgefährlichen Folgen. Karina Sturm berichtet, wie tief Ableismus immer noch in unserer Gesellschaft und im Alltagsleben verankert ist, warum Gewalt gegen behinderte Menschen kein Einzelfall ist und weshalb echte Gleichstellung nur durch Selbstbestimmung möglich ist.

6 Fragen an #AbleismusTötet

Ein Jahr nach dem Vierfach-Mord im Potsdamer Oberlinhaus hat sich wenig an der strukturellen Gewalt gegen behinderte Menschen geändert. Das hat das Rechercheprojekt #AbleismusTötet vom Ability Watch e.V. herausgefunden. Im Interview blickt Karina Sturm, Journalistin des Projektes, auf die vergangenen Recherchen zurück.