#79 Scham, Leid, Resilienz

Auf einer schwarzen Theaterbühne sitzt eine junge Frau im Scheinwerferlicht. Sie hat ihren Oberkörper nach vorne gebeugt und schaut auf den Boden.
Behindert sein oder behindert werden? Das ist hier die Frage. Foto: Daniela Buchholz | Danielabuchholz.de
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In Folge 79 unseres Bayern 2 Podcasts sprechen Karina Sturm, Raúl Krauthausen und Jonas Karpa gemeinsam mit Achtsamkeitstrainerin und Yogalehrerin Mechthild Kreuser über Scham, Leid und Resilienz. Dabei hinterfragen wir auch die Grenzen des sozialen Modells von Behinderung: Werden wir wirklich immer nur behindert – oder sind wir manchmal auch behindert?

Alle Folgen des Podcasts zum Nachhören:

Das Transkript zur Podcastfolge “Scham, Leid, Resilienz”

Denn neben fehlender Barrierefreiheit und alltäglicher Diskriminierung gibt es auch ganz persönliche Erfahrungen mit Behinderung. Schmerzen, Fatigue, Kontrollverlust oder fortschreitende Einschränkungen verschwinden nicht, nur weil Barrieren abgebaut werden. Gleichzeitig ist es für behinderte Menschen oft schwierig, über diese Erfahrungen zu sprechen, ohne damit ableistische Erzählungen vom „tragischen Schicksal“ zu bedienen.

Gemeinsam mit Mechthild Kreuser, die selbst einen Rollstuhl nutzt, sprechen wir darüber, welche Rolle Scham dabei spielt und wie gesellschaftliche Erwartungen unser Verhältnis zum eigenen Körper und zur eigenen Behinderung prägen. Es geht um den Druck, leistungsfähig zu sein, um den Umgang mit Diagnosen und um die Frage, ob Resilienz eigentlich immer etwas Positives ist. Und wir sprechen darüber, warum Selbstakzeptanz kein Zustand sein muss, den man irgendwann erreicht, sondern ein Prozess mit Höhen und Tiefen sein kann.

Am Ende stellen wir uns selbst die Frage: Sind wir mit unserer Behinderung im Reinen?

Wie würdet ihr diese Frage für euch beantworten? Schreibt es uns in die Kommentare.

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