Behinderung im Film – Transkript

Lesezeit ca. 21 Minuten

Die Neue Norm: „Drei Journalist*innen, zwei Rollstühle und eine Sehbehinderung: Die Journalist*innen Judyta Smykowski, Jonas Karpa und Raul Krauthausen sprechen über Behinderung, Inklusion und Gesellschaft.

Folge 9: „Behinderung im Film“

Jonas:

Der Podcast von „Die neue Norm“ ist wie eine Schachtel Pralinen. Man weiß nie, was das nächste Thema ist. –

Raul:

Das war aber eine große Praline. – Tschuldigung.

Jonas:

Herzlich Willkommen bei „Die neue Norm“, dem Podcast. Jeder zehnte Mensch in Deutschland hat eine Behinderung. Nicht jeder zehnte Freund oder Freundin, die man so kennt in seinem Umfeld, hat eine Behinderung. Und wie sieht es eigentlich in der Filmbranche aus? Wie häufig tauchen Menschen mit Behinderungen im Film, im Spielfilm, im Kino auf? Und wie werden sie dargestellt, er klischeehaft? Oder wird es überhaupt thematisiert? Wie divers ist die Filmlandschaft? Darüber wollen wir heute sprechen. In unserem Podcast mit Judyta Smykowski und Raúl Krauthausen.

Judyta:

Hallo.

Raul:

Hi.

Jonas:

Mein Name ist Jonas Karpa ja, wir haben eben schon Pralinen gegessen. In Anlehnung an den Film Forrest Gump. Mit einer der Filme, vielleicht auch der erste Film, glaube ich, bei mir, wo ich das Thema Behinderung mitbekommen habe. Wie war es bei euch?

Judyta:

Ja. Forrest Gump.

Raul:

Mein erster Film, den ich je erlebt habe, war, glaube ich in der Schule, Grundschule. „Die Vorstadtkrokodile“ handelt von einer Rabauken-Gruppe, die einem Kriminalfall, glaube ich, auf die Schliche kommen. Und ein Junge im Rollstuhl spielt da mit und ist in der Version, die ich gesehen habe, aus den Achtzigern natürlich Außenseiter und muss eine Heldentat vollbringen, damit er in der Gruppe überhaupt Anerkennung findet. Und diese Heldentat basiert darauf, dass er das Verbrechen live gesehen hat. Und das macht ihn natürlich zu jemandem mit einem Informationsvorsprung in der Gruppe. Und dadurch wird er dann plötzlich geschätzt. Und ich habe mich damals als ich den Film in der Schule gesehen habe,  in Grund und Boden geschämt, weil ich war als rollstuhlfahrender Mensch kein Außenseiter und dachte immer, ich muss jetzt extrem dankbar sein in meinem Freundeskreis, dass ich kein Außenseiter bin und dass ich ein, wie soll ich sagen, Dankbarkeitsgefühl hatte, das unerträglich war. Und dann hat sich das auch so angefühlt, diesen Jungen im Fernsehen zu sehen, sich an, wie so ein Blick in den Spiegel mir vorkam und ich dann die ganze Zeit dachte: so sieht es also bei mir die ganze Zeit aus, und ich wäre am liebsten weinend aus der Klasse gegangen. Und wir haben ihn, glaube ich, über drei Stunden gekuckt. Also drei Wochen lang.

Judyta:

Hattest du auch das Ding mit dieser Selbstwahrnehmung, dass man sich anders wahrnimmt als man aussieht?

Raul:

Furchtbar, furchtbar!

Judyta:

Ich auch.

Raul: Und ich hatte niemanden, mit dem ich darüber sprechen kann. Vielleicht machen wir da noch mal in der Folge zu. Aber dieses Thema Kindheit und Behinderungen, das ist auch sehr spannend.

Judyta:

Dazu haben wir ja schon eine Folge gemacht.

Raul

Aber die eigene, das eigene Erleben, das meine ich.

Judyta:

Ja, bei mir war es Forrest Gump. Und was mich damals schon gestört hat. Also der Forrest Gump, gespielt von Tom Hanks, einem Schauspieler ohne Behinderung, hat ja eine gewisse Lernschwierigkeit oder beziehungsweise eine sogenannte geistige Behinderung. Und er wird halt die ganze Zeit als so etwas Entzückendes oder was Süßes, von allen so tituliert und es wird gesagt oh, toll, wie du das machst, was du für Ideen hast, und er selbst bleibt halt auch immer in dieser, ja in so einer kindlichen Situation drin. Und das hat mich damals schon gestört, dass er nicht ernst genommen wird. Ich wusste noch nicht, dass man das Behinderung nennt. Aber es hat mich schon total gestört.

Raul:

Ja, es war auch für mich eher so eine Fantasiefigur. Also ich habe nicht den Eindruck, dass er wirklich behindert ist, sondern einfach ein bisschen tollpatschig mit Beinschiene.

Jonas:

Genau, ja.

Raul:

Und dass er durch einen dummen Zufall an einen historischen Weltereignissen irgendwie beteiligt ist. Und ich habe das gar nicht als Behinderungen gelesen. Aber es ist natürlich jetzt rückblickend ganz klar, behindert.

Judyta:

Also, es geht, kurz zusammengefasst, um einen Menschen, der selfmade sozusagen irgendwie von einem Job zum anderen stolpert und Soldat ist. 

Raul:

Genau.

Judyta:

Und irgendwann Krabbenfischer wird. Jetzt ganz grob.

Raul:

Und aber zufällig immer nebenbei Großereignisse erlebt oder die Firma Apple gründet, also so völlig absurd. Da gibt es noch diese eine Geschichte mit dem Apfel. Und das fand ich total witzig.

Jonas:

Aber er ist auf jeden Fall ein Charakter, der, wie du gesagt hast, bei vielen Großereignissen mit dabei war. Also man hat das Gefühl, er ist immer mitgedacht. Also die Person. Ich hatte auch, als ich den Film damals gesehen habe, war auch für mich das Thema Behinderung bei ihm nicht so bewusst. Auch jetzt, im Bezug auf Wer spielt diese Rolle? Es war eher so, ja wie du gesagt hast, so ein liebevoller, tollpatschiger Charakter in der Art aber natürlich rückwirkend wird einem das dann quasi noch einmal klar. Der Film ist natürlich auch etwas älter. Wie sind denn, ich habe es eben schon angedeutet, es gibt ja gewisse Bilder, wie Menschen mit Behinderungen im Film dargestellt werden, also nach irgendwelchen Klischees, ob es, ob es total liebevoll ist oder, ja häufig natürlich irgendwie auch an der Behinderung leidend.

Judyta:

Genau. Und da gibt es sogar einen Fachbegriff dafür: Disability Death Porn, also Todes Porno, Behinderung als Todesporno, um den Dolch noch einmal ganz reinzustellen.

Jonas:

Wir hatten ja schon Inspiration Porn, aber…

Judyta:

Genau und das ist quasi auch das Phänomen. Also Behinderung ist auch immer der Rollstuhl natürlich, wie immer, wie auch in den Medien. Und es gibt ja so viele verschiedene Behinderungen. Und da gibt es dann Rollstuhlfahrer*innen, die wirklich, nachdem sie den Unfall haben, auch sterben wollen und wirklich das Leben nicht mehr lebenswert für sie ist. Und das wird schon lange kritisiert in der Community, dass man das dann auf der Leinwand sieht, also  ein Schicksal als behinderter Mensch heißt, man möchte sterben und auf der anderen Seite gibt es natürlich auch Heldengeschichten. Klar, und das ist ja ein großer Teil der Filmlandschaft. Das ist ja auch normal. Aber es gibt zum Beispiel auch die Entdeckung der Unendlichkeit, den Film über Stephen Hawking,  den Physiker. Da spielt Eddie Redmayne den und Eddie Redmayne ist ein Schauspieler, der ja auch mit ihm gesprochen hat, mit Stephan Hawking. Und einen Oscar dafür gekriegt hat. Und Stephen Hawking hat damals gesagt, ich finde es okay, wir er mich gespielt hat, das hat mir gefallen. Ich habe mich darin wiedergesehen, und da darf man dann natürlich irgendwie nichts sagen. Aber ich würde trotzdem in dem Moment kritisieren, dass Eddie Redmayne ein Schauspieler ohne Behinderung ist, der ihn gespielt hat.

Raul:

Und weil du gerade gesagt was, der hat einen Oscar gewonnen. Es gibt unter Schauspielstudierenden den Witz, wenn du einen Preis gewinnen willst, dann spiele einen Behinderten. Also scheint auch sehr leicht zu sein. Wenn du eine Rolle spielt, die ein Mensch mit Behinderung darstellt, dann sagen wir mal, in ein bestimmtes emotionales Fahrwasser zu kommen. Was dann vielleicht auch diesen Film medial attraktiver wirken lässt und dann auch eben in einem Oscar münden kann und dann sehr selten noch die Frage gestellt wird, wie authentisch ist das eigentlich? Wie repräsentativ ist das eigentlich für Menschen mit Behinderung? Du hattest ja dieses Death Porn genannt, Judyta, ich finde das auch total faszinierend, wie oft dieses Thema immer noch auftaucht, dass man davon ausgeht, sobald jemand eine Behinderung hat durch einen Unfall oder Krankheit, sein größter Wunsch ist, zu sterben. Ich habe mit meiner Diplomarbeit damals, als ich die Darstellung behinderter Mensch im deutschen Fernsehen erforscht habe, herausgefunden, dass es eigentlich immer um die Metapher der Erlösung geht. Also es geht immer darum, dass die Person, die angeblich so leidet, so die Annahme der nichtbehinderten Regisseur*innen, Schauspieler*innen, Drehbuchautor*innen, dass das nur durch Heilung, also in Form von Therapie, Medikamente oder Technologie, nur dann wieder Glück gefunden werden kann. Oder eben durch den Tod. Und der Tod ist dann als Erlösung zu sehen vom eigenen Leid, aber auch vom Leid des Umfelds. Also das Umfeld leidet auch angeblich unter dir, dass sich deine Eltern aufopferungsvoll um dich kümmern oder deine Partnerin oder Partner oder die Gesellschaft. Und dann man auch da nicht weiter eine Bürde ist. Und wenn man sich anguckt, was die Behindertenrechtsbewegungen der letzten, ja 50, 60 Jahre auf der Welt, in den USA, in Deutschland, egal wo, sich erkämpfen, ist nämlich genau das: zu sagen, ein Leben mit Behinderung ist lebenswert, und du kannst auch nach einem Unfall und entsprechender Betreuung und Versorgung nach drei bis fünf Jahren das gleiche oder mehr Lebensglück empfinden wie vor dem Unfall. All das findet in diesen Filmen eigentlich gar nicht statt und die Idee der Akzeptanz einer Behinderung auch nicht. Also, dass es okay ist, wenn jemand behindert ist, dass es okay ist, selber behindert zu sein, gibt es so gut wie nicht im Film und finde es insofern faszinierend, weil ich ja mal ein Gespräch in einer Fernsehsendung mit Erwin Aljukic hatte, der Schauspieler von Marienhof war. Marienhof gibt es ja nicht mehr, das war aber so eine Vorabendserie in der ARD, wo er in seinem Cast, also in seiner Rolle, im Ursprungsdrehbuch, auf dem alle weiteren Drehbücher letztendlich basieren, fest definiert war, dass er immer der ewige Single ist und das Ganze, die Dramaturgie, baute sich darauf auf, dass die Beziehungen anfing, eine Weile gut liefen und dann zerbrachen. Und das ist das wiederkehrende Narrativ. Und das ist das, was mit dem Thema Behinderungen ganz oft auch in Verbindung gesetzt wird: dass das Höchste, was ein Mann mit Behinderung an Beziehungserfahrungen erleben kann, ist entweder die kurzweilige Beziehung oder aber die Beziehung zu einer Prostituierten.

Judyta:

Aus Mitleid dann noch.

Raul:

Oder mit jemandem anderen mit Behinderung. Aber es gibt super selten und nicht nur beim Thema Behinderung, ja auch bei sogenannten interracial couples, es gibt kaum Beziehungen zwischen Weißen und Schwarzen zum Beispiel im Film. Und genauso gibt es kaum Beziehungen im Film zwischen Menschen mit und ohne Behinderung, super spannend.

Judyta:

Und du hattest ja die Oscars erwähnt. Und da gibt es jetzt zum Glück den Vorstoß, dass da mehr der Diversität Voraussetzungen ist, um einen Oscar zu bekommen, also auf allen Ebenen bei den Schauspieler*innen, bei den Drehbüchern, Regisseur*innen. Ich hoffe, das wird auch der Fall sein. Es soll wohl erst in vier Jahren in Kraft treten, mal kucken.

Raul:

Habt ihr da auch die Kritiken zu gelesen? Was dann die Filmemacher*innen dazu gesagt haben? Das fand ich ja super entsetzlich, dass es wieder das alte Narrativ war, dass dann wieder gesagt wurde: Na ja, dann produziert man ja nur noch so was. Dann wird dann praktisch ein Vielfaltsmerkmal als Attribut benutzt oder missbraucht, um das Thema voranzubringen. Und es würde die Qualität darunter leiden.

Jonas:

Aber da sind wir ja quasi wieder bei der alten Quotendiskussion. Dass wir jetzt, glaube ich, in in einer Phase sind, wo egal, über welches Thema, ob’s jetzt Hautfarbe ist, Geschlecht, Behinderung, dass wir vielleicht früher in einer Zeit waren, wo diese Vielfalt eben nicht abgebildet wurde, wir irgendwohin kommen wollen, wo die Gesellschaft genauso divers abgebildet wird, wie sie ist. Und wir jetzt gerade in dieser Übergangsphase sind, wo, wenn es so ist, es immer wieder hinterfragt wird, also quasi, wenn man ein Foto, ein Gruppenfoto sieht. Und da ist eben eine, eine, eine Person of Colour dabei. Da ist eine Person im Rollstuhl dabei, dass man immer sagt, na ja, das ist gestellt. Das ist quasi der der Quotenbehinderte oder die Quotenbehinderte, die dann auf dem Foto auftaucht und dass wir immer noch in dieser, in dieser Hinterfragen-Rolle sind, anstatt dass es das ist, was dann irgendwann später vielleicht die neue Normalität wird oder quasi das ist genauso so vielfältig abgebildet wird, wie unsere Gesellschaft eben auch ist.

Judyta:

Ja, ich finde es schade, dass man so gezwungen wird, damit, dass man Vorgaben hat, wirklich Vielfalt in die Story mit reinzubringen. Aber wenn es nicht anders geht, dann geht es nicht anders im Moment.

Jonas:

Was ich aber sehr interessant finde, wir hatten ja eben über Stephen Hawking und  die Verfilmung einer, ja einer sehr berühmten Persönlichkeit gesprochen. Raul, du bist ja auch nicht gerade unbekannt und hast ja auch ein Buch geschrieben. Und wie wäre es, wenn wenn jetzt jemand ankommen würde und sagt, Herr Krauthausen, das ist ein sehr schönes Buch „Dachdecker wollt ich eh nicht werden“. Wir wollen das gerne verfilmen. Würdest du Dich entweder selber spielen wollen oder würdest du sagen jetzt in Bezug auf authentische Besetzung, wer könnte der beste Raul Krauthausen sein?

Raul:

Ich denke, der Anspruch sollte schon sein, dass ein Schauspieler eine Schauspielerin mit Behinderung die Hauptrolle spielt. Ich glaube, man kann aber künstlerisch so frei sein, die Personen so zu deuten. Das ist dann vielleicht eine Frau ist. Oder dass dann da, wo man dann vielleicht auch im Cast jemanden findet, der wirklich geeignet wäre, das zu machen. Weiß nicht, ob man jetzt einen Querschnittgelähmten einen Glasknochenmenschen spielen lassen kann. Aber das müsste man dann wahrscheinlich gucken, ob man das Stück so weit adaptiert, dass es auch mit dem Querschnittgelähmten passt, denke ich, das könnte ich mir auch vorstellen, weil die Situationen sind ja dann doch recht ähnlich, die der Charakter erlebt. Die Frage, die ich mir halt stelle, ist, würde das überhaupt jemand verfilmen wollen. Stell ich mir sehr langweilig vor. Aber Erwin Aljukic käme jetzt für mich als erstes in Frage, der von Marienhof auch gar nicht so unbekannt ist. Und dann kann er auch gerne jemanden spielen, der Glasknochen hat.

Judyta:

Ja, es gibt ja auch Schauspieler*innen mit Behinderungen. Ichmöchte jetzt hier gar nicht sagen, dass man einfach sagen kann „Hauptsache, man ist behindert“ und wird vor die Kamera geschleift. Esist ja auch einen Beruf und den machen ja auch Menschen mit Behinderung.

Raul:

Aber es muss stimmen. Ich halte es mit meinen Kollegen, die sagen: kein Applaus für Scheiße. Also nur weil jemand eine Behinderung hat, macht er sich nicht automatisch  zum Profi. Und, und da muss man auch ganz klar Qualitätsmerkmale setzen. Aber es gibt Qualität in dem Bereich.

Judyta:

Natürlich, genau. Und es gibt auch Schauspieler*innen mit Behinderung und ich finde auch, man sollte so weit gehen und sagen, wenn nichtbehinderte Schauspieler*innen behinderte Charaktere spielen, dann sollten sie sich fragen, warum sie auch anderen Kolleginnen mit Behinderungen den Job wegnehmen. Also sie sollten sich wirklich fragen, ob sie diese Rolle annehmen.

Raul:

Weil man ja auch nicht mehr weiße Schauspieler*innen schwarz anmalt, um schwarze Schauspielerinnen zu haben. Was man früher Blackfacing nannte, in dem Bereich nennt man hier das „Cripping up“ ab, wenn eine nicht behinderte Person einen Menschen mit Behinderung spielt. Interessant fand ich, was du vorhin gesagt hast, Jonas, bei dem Thema Oscars. Es gibt ja den Tests,  der vielleicht einigermaßen bekannt ist, wo man die Darstellung von Frauen in Hollywood-Filmen analysiert hat. Der sogenannte Bechdel-Wallace-Test, der aus anderthalb Fragen besteht. Die erste Frage ist, worüber reden zwei Frauen miteinander in Abwesenheit von Männern? Und die 2te Frage ist dann, reden sie über etwas Anderes als Männer und…

Judyta:

Als über Männer!

Raul:

Genau. Und das Interessante ist, dass es sehr selten Filme gibt, die den Test bestehen. Auch Oscar-prämierte Film übrigens, die noch nicht mal die erste Frage beantworten können, wo es eine Szene gibt, wo zwei Frauen miteinander reden. Also ganz oft ist es so, dass zwei Frauen einfach nur dafür da sind oder Frauen vor allem dafür da sind, um irgendwie die Arbeit von Männern zu unterstützen, zu begleiten oder zu loben, aber selten die Handlung selbst vorantreiben. Selbst in Hauptrollen ist es manchmal schwierig.

Judyta:

Hast du ein Beispiel?

Raul:

Wo es gelingt oder wo es nicht gelingt?

Judyta:

Beides.

Raul:

Also es wird ja  „Wonderwoman“ lobend hervorgehoben als einer, der versucht, bewusst den Bechdel-Wallace-Test zu bestehen, halt ich jetzt nicht unglaublich feministisch ehrlich gesagt, den Film. Aber er geht auf jeden Fall mal in eine andere Richtung. Und es ist nicht nur dieses Bond-Girl-artige, was oft noch stattfindet. Es gibt auch den Test zum Thema Behinderung, der letztendlich die gleiche Annahme trifft. Man könnte mal Kinofilme daraufhin untersuchen, wie Menschen mit Behinderung im Film dargestellt werden. Und da sind paar mehr Fragen, es gibt ihn unter verschiedenen Titeln, es gibt ihn einmal unter dem Titel Kenny-Fries-Test oder auch unter dem Titel Tyrion Lannister Test basiert auf der Figur Tyrion Lannister von Game of Thrones. Und da wurde zum Beispiel die Frage gestellt, wie wird die Behinderung thematisiert? Ist sie permanent Thema oder wird sie ignoriert? Gewinnt der Charakter Anerkennung? Und wenn ja, wie? Durch Verdrängung, durch Überwindung, Akzeptanz? Akzeptanz der Behinderung? Ist die Heldin oder der Held mehr als die Behinderung oder einfach nur anders, besonders krank, hässlich oder traurig? Glöckner von Notre Dame zum Beispiel. Und weiter: Wird trotz oder mit der Behinderung etwas gemacht. Ist der oder die Heldin eine Randfigur oder hat sie auch einen Charakter? Kind oder erwachsen? Also wird sie kindlich dargestellt? Oder ist sie eine erwachsene Figur?

Judyta:

Forrest Gump!

Raul:

Damit sind wir wieder bei den Klischees! – Dann: Ist es insgesamt eher düster dargestellt? Also, ist die Person einsam in einer verwahrlosten Wohnung oder wird die Behinderung als traurig überzeichnet oder paralympisch glorifiziert. – In „Ein ganzes halbes Jahr“ wird das auch sehr dramatisch dargestellt. – Geht es in der Story um Heilung oder Erlösung? Und mein Lieblingsfrage: Ist die Person immer Opfer oder auch Held, ist die passiv oder aktiv? Wird die behinderte Person, wird ihr immer nur gegeben oder gibt die Person auch jenseits von einer Behinderung, um die Story voranzutreiben.

Jonas:

Ich finde es auf jeden Fall spannend. Das sind jetzt natürlich sehr viel umfangreichere Fragen, aber auch gerade der Bechdel-Test, wo es quasi um die Frauenbilder beziehungsweise ja die Darstellung geht. Ähm, finde ich total spannend. Das kann man auch gerne zu Hause auf dem Sofa sich mal beim nächsten Film oder im Kino ja einfach mal durchgehen. Und das ist zeigt wirklich, also mir persönlich hat es wirklich auch noch einmal gezeigt, wie engstirnig beziehungsweise immer wieder gleich die Geschichten sind, die dort erzählt werden.

Raul:

Aber auch wie engstirnig wir sind als Konsumenten, das fällt mir auch immer wieder auf, wenn ich dann einen Film rückwirkend daraufhin analysiere.  Erschrecke ich mich vor mir selbst, dass ich das mal gut fand. Ich glaube, diesen Tyrion-Lannister-Test kann man schon auf die Frage runterbrechen: Treibt die Person mit Behinderungen die Geschichte voran? Oder arbeiten sich nichtbehinderte Personen an ihr ab? Also arbeiten sie, um zu gelten, mit dieser Person zusammen als Pfleger*innen, als aufopfernde Familienangehörige, nur um selber im guten Licht darzustellen für den Film.

Judyta:

Das war ja auch bei Ziemlich beste Freunde so: ein, ein Film, der ja sehr beliebt war und der ja auch witzig war. Aber da steckt so viel mehr drin. Also es ging meiner Meinung nach auch  vielmehr um den Assistenten des reichen behinderten Mannes. Genau, der sich an ihm abgearbeitet hat. Genau der ja auch aus einem Milieu kommt, der sich hocharbeitet, der grumpy und düster ist, also auch so ein richtiges Arschloch. Aber auch dann witzig wird, dieses gezwungen Lustige fällt mir auch immer wieder auf. Das haben wir auch bei „Die Heiland“ gehabt, eine Anwaltsserie mit einer blinden Anwältin, wo die Assistentin auch sehr, sehr witzig war und diese Fragen gestellt hat, die sich keiner zu fragen traut. Also, wo man immer so ein bisschen die Unsicherheiten der Zuschauer*innen auch versucht aufzugreifen. Und ich wäre dafür, dass man das einfach so stehen lässt. Es gibt eine blinde Anwältin. Es gibt hier einen, der im Rollstuhl sitzt, und er braucht halt Hilfe, Punkt.

Raul:

So. Und dann überlegt euch mal  eine Story dazu.

Judyta:

Und es gibt ja Beispiele. Es gibt ja gelungene.

Jonas:

Genau, da wollen wir jetzt auch hinkommen. Wo ich gerne noch mal einhaken wollen würde: Bei dem Thema, wo du es eben angedeutet hast, Blackfacing und ich, ich finde, dass sich natürlich also, dass sich weiße Schauspieler*innen ja sich schwarz anmalen und dann eine Person of Colour spielen. Das ist ja quasi ein No Go da, darüber brauchen wir überhaupt nicht diskutieren. Dass Männer sich als Frauen verkleiden -also so ein Geschlechterwechsel hat man ja auch häufig in Film, also gerade in Komödien, also „Mrs. Doubtfire“, wo Robin Williams das macht als Kindermädchen genau, ist auch total bekannt, dass sich viele Schauspieler*innen verändern im, im Rahmen ihrer Rolle, als es quasi gesagt es gibt ja viele, die entweder etwas zunehmen oder es gibt welche, die extrem hart trainieren, um dann das das Sixpack für ihre Rolle zu haben oder die Haare abschneiden, die Haare färben. Also dass sich der Schauspieler verändert. Das ist in Ordnung, und da frage ich mich, wo steckt dieses behindert nicht behindert also, in welcher Position stecken wir da? Weil wir auf der einen Seite immer sagen die Behinderung ist zwar eine Eigenschaft, und die ist als aber quasi nicht das Hauptthema, was mich ausmacht. Also, wenn wir sagen, wir sind ja auch jetzt nicht per se erstmal behindert und ja, nebenbei vielleicht noch so Journalisten, sondern wir sind quasi Journalisten mit Behinderung. Und Raul, du sagst ja auch immer so gerne, das man die die Behinderung er so sehen sollte wie eine Haarfarbe beim. Das ist quasi auf den Film bezieht Haarfarben im Film in Ordnung, Behinderung spielen im Film nicht?

Raul:

Aber der Punkt ist natürlich bei mir überspitzt formuliert gewesen. Aber ich hab jetzt zu deiner These, beim kurzen drüber nachdenken schon eine ziemlich klare Haltung.  Also, ich würde sagen, da, wo ich als Körper in der Lage bin, mich zu verändern, also durch äh, Zunahme durch Abnahme durch Perücke aufsetzen, Haarfarbe ändern, macht das.  Kannst du machen, aber bei Mrs. Doubtfire, wo Robin Williams eine Frau spielt, das siehst du ja als Zuschauer. Da siehst du ja, dass er eigentlich ein Mann ist, und das könntest du theoretisch auch filmisch abbilden, indem einfach gesagt wird, ja der fährt da so schlecht mit seinem Rollstuhl, dass das völlig offensichtlich ist, dass er in echt nicht im Rollstuhl sitzt, dann ist das ein Thema. Nur dann kann man es ja machen. Aber so zu tun, als wäre das mega-authentisch, dasfinde ich wirklich fast schon eine Beleidigung. Und dann sich dann auch medial so darstellen zu lassen in der Berichterstattung über den Film, dass man extra ein Wochenende mit einem Rollstuhlfahrer unterwegs war und es gelernt hat, denke ich einfach so ja, dann war das eigentlich nicht gut gespielt.

Jonas:

Find ich ein schönes Thema, fällt mir gerade ein. Es gibt diesen französischen Film „Willkommen bei den Sch’tis“, der auch, äh, ja sehr gut in Deutschland ankam, wo der Beamte gerne an die Cote d’Azur versetzt werden möchte, es aber in der Stellenanzeige auch so war, dass Menschen mit Behinderungen bevorzugt werden und eraber unbedingt hin will und dann im Rahmen des Bewerbungsprozesses sich ein Rollstuhl kauft, um dann bei der Bewerbung im Rollstuhl zu sitzen. Und ja, aber auch sich total dämlich damit anstellt, ihn nicht aufgebaut kriegt, dann auch mit dem nicht fahren kann, bis dahin, dass dann auf seinem Schreibtisch das Familienfoto, wo er als Fußgänger kam, mit seiner Frau und seinen Kindern steht zu sehen ist und sich das Ganze natürlich dann das natürlich auffliegt in dem Sinne.

Judyta:

EineBehinderung ist auch eine Identität. Und ich finde, das sollte man nicht spielen. So würde ich das sagen. Und es gibt natürlich viele Leute, die sagen ja aber einSexualstraftäter oder so, die werden doch auch nicht von den Straftätern gespielt. Oder Bäckerinnen sind nicht immer Bäckerinnen vom Handwerk her. Aber das geht völlig an dieser Diskussion vorbei.. Diese Branche gibt, das ist ein Beruf, ist, dass behinderte Menschen da die Barrierefreiheit haben sollen, die Gleichberechtigung und die Chancen zum Zugang zu diesem Beruf. Darum geht es auch.

Raul:

Mm und da haben wir ja auch einen Film begleitet bei der Entstehung und auch die Frage, wie finden wir eigentlich Schauspieler*innen mit Behinderung? Und ich habe vorhin gesagt, es gibt diese Schauspieler*innen mit Behinderung, die auch gut sind. Aber es gibt definitiv zu wenige, und oft sind die Rollen, die besetzt werden sollen, dann nicht passend. Ja, da wird dann gesagt okay, wir brauchen jemanden, der blind ist, der Schauspieler ist, gut Deutsch kann und am besten übermorgen Zeit hat. Und die zu casten, ist nicht so einfach. Und es gibt Casting-Datenbanken wie Amelinde und Rollenfang, die verlinken wir sicherlich in den Shownotes.

Judyta:

Wir wollen eigentlich, dass die Behinderungen möglichst nicht die Story ist, also nicht die Story irgendwie beherrscht, sondern dass jemand einfach mit Behinderung auftauchen kann und einen Lover ist, ein Straftäter ist ein was auch immer ist, eine Lehrerin oder Anwältin, und ich habe mir mal Netflix vorgenommen. Und Netflix hat es sogar auch in seinem Statut drin, dass sie Diversität auch abbilden wollen. Und ich finde, teilweise machen die das ziemlich gut. Einmal gibt es da die Serie „Stranger Things“, wo der Schauspieler Gaten Matarazzo eine Kleidokraniale Dysplasie hat und dadurch nicht so deutlich spricht. Und er ist einfach als Schauspieler zum Casting gegangen, und es war gar nicht vorgesehen, dass es diese Behinderung oder die Beeinträchtigung dann gibt im Drehbuch, aber dort ist er auf so eine Offenheit gestoßen, dass sie einfach gesagt haben, okay, du bist jetzt einfach der Dustin, der so spricht, wie er spricht. Und es war kein Thema, das zum einen oder auch „Game of Thrones“ haben wir schon erwähnt. Oder „Breaking Bad“, wo RJ Mitte, ein Schauspieler aus den USA Walter I. Junior spielt, also einen Sohn und ja dort einfach auch am Familienleben teilhaben kann. Und das nicht so das Thema ist aber, wenn wir auch nach Deutschland gucken, gibt es zum Beispiel Christine Urspruch, eine kleinwüchsige Schauspielerin, die im Tatort spielt und die auch in einer Ärzteserie mal gespielt hat, als Dr. Klein. Da kann man sich natürlich über die Namen wieder aufregen. Aber im Interview hat sie mal gesagt, Namen sind Schall und Rauch. Also ihr sei das nicht so wichtig, wie man jetzt die Rollen benennt. Und natürlich ist es dann so ein bisschen so ein Werbegag.

Jonas:

Und sie hat quasi auch gesagt, dass sie ja die Namen angenommen hat, weil ihr Mann heißt ja quasi klein in der Serie, und sie ist quasi …

Judyta:

Da kann man sich darüber streiten, wie das so aufgebaut wurde.

Raul:

Er hätte ja auch ihren Namen nehmen können, vielleicht hieß sie ja Groß, Stark.

Judyta:

Genau. Und ihr seid es nicht so wichtig, hat sie gesagt. Ich finde es immer so ein bisschen. Wenn man dann noch mal dieses gezwungene Augenzwinkern da noch mal reinmachen will, weiß ich nicht. Vielleicht kommen wir da irgendwann von weg, dass wir es um alles so ein bisschen lockerer sehen und einfach eine behinderte Schauspielerin da ist, die nicht über ihre Behinderung sprechen muss, sondern einfach behindert ist und irgendeine Rolle spielt.

Jonas:

Da find ich es einfach auch wichtig, dass wir diesen Kreislauf an irgendeiner Stelle durchbrechen, also im Sinne von, es gibt nicht genügend Schauspieler*innen mit Behinderungen, weil vielleicht die Schauspielschulen nicht barrierefrei sind. Die sind nicht barrierefrei, weil es überhaupt kein Thema ist, weil sich die Schauspielerin mit Behinderung nicht benötigt werden, weil die Drehbücher diese Themen nicht bedienen. Dadurch, dass es in den Filmen nicht vorkommt, äh, haben auch Schauspieler, haben auch Menschen mit Behinderung gar nicht so den Anspruch oder gar nicht so die Idee zu sagen, ach, ich kann ja auch Schauspieler*in werden. Und ich habe häufig das Gefühl, dass dort die Zuständigkeit so ein bisschen hin und her geschoben wird, so nach dem Motto ja, wir würden ja gerne authentisch besetzten. Aber es gibt ja keine Schauspieler*innen und …

Judyta:

Der Teufelskreis!

Jonas:

Genau. Und das wir den einfach in irgendeiner Art und Weise durchbrechen. Wie vielfältig und divers diese Filmbranche ist, da haben wir von unserem Partnerprojekt Leidmedien gemeinsam mit vielen, vielen anderen Projekten so eine Initiative gegründet. Vielfalt im Film heißt die, und da läuft noch noch eine Umfrage unter, ja, eigentlich allen Schauspieler*innen in Deutschland, Österreich und der Schweiz, ja zum Thema Vielfalt gibt ein paar Zahlen zu kriegen er. Wie vielfältig die Filmbranche ist, also nicht nur Schauspieler*innen, sondern auch es geht um Kameraleute. Wir haben Menschen, die beim Ton arbeiten und der eigentlich allen Berufen, die irgendwas mit Film zu tun haben. Und das Ganze läuft über die Datenbank Crew United, das ist quasi das, das Xing der Filmschaffenden.

Raul:

Das klingt wie das Facebook unter den Filmschaffenden.

Judyta:

Genau das Instagram.

Jonas

Und genau ist auf jeden Fall sehr wichtig, dass wir dort, dass viele Filmschaffende dort teilnehmen, um einfach mal ein Bild zu kriegen, wie, wie divers eigentlich die Filmbranche ist.

Judyta:

Ja, und ich würde gerne mit einem Appell noch schließen an die Drehbuchautor*innen bitte, bitte tauscht euch aus mit behinderten Menschen, verlasst die alten Bilder von vor 20 Jahren, wie es immer war im Film. Redet mit den behinderten Personen, wie sie so ihr Leben sehen, ihr dürft euch trotzdem was ausdenken, weil das ist ja euer Job. Aber es prägt einfach das Bild in der Gesellschaft. Und deswegen würde ich mir wünschen, dass wir da ein bisschen vorsichtiger sind.

Raul:

Wir hätten auch einige Ideen sicherlich noch parat. Das Thema Akzeptanz ist für mich noch viel zu wenig beleuchtet worden, wenn man das Thema Behinderung aufgreifen möchte. Wir möchten  uns aber auch für die Ideen bedanken, die uns aus der letzten Folge gesandt wurden. Da ging es eher um „Hilfsmittel – Fluch oder Segen“. Und da haben uns einige Mails erreicht über die neue Norm, für die wir uns bedanken wollen.

Jonas:

Genau, es gab zum Beispiel ganz am Ende hatten wir ja gesagt, was wir uns für potenzielle Hilfen erwünschten, Judyta. Du hast ja die ganze Zeit davon erzählt, dass da ein Kaffeehalter am Rollstuhl nicht so a perfekt hält.

Judyta:

Abgebrochen ist!

Jonas:

Ja, ich wollte das nicht so dramatisch darstellen und alte Wunden wieder aufreißen, auf jeden Fall: Da haben wir Hinweise bekommen. Und ich hatte ja auch gesagt, dass ich gerne mir wünschen würde eine, eine App, die oder an eine Funktion am Smartphone, die einem sagt, ob die Ampel rot oder grün ist, wenn man das mal nicht sieht, weil irgendwie die Sonne einen blendet. Und ich habe gesagt, dass es das nicht gibt. Und da kam sofort eine Mail, dass so eine gibt und zwar „Ampel-Pilot“ heißt die. Und wir werden sie aber auch noch mal in den Shownotes der alten Folge  verlinken, falls ihr es doch mal nachgucken wollt, ich habe die auch ausprobiert und ja, vielen Dank dafür, falls ihr zu dieser Folge irgendwelche  Filme kennt, wo ihr sagt, das sind Filme, wo Menschen mit Behinderungen auftauchen, ohne dass das großartig thematisiert wird. Dort ist ein Mensch mit Behinderung der Mörder oder der Liebhaber. Und ja, weitere Tipps und Hinweise gerne an Podcast@DieNeueNorm.de oder DieNeueNorm@Bayern2.de. Und dann freuen wir uns, wenn er in der nächsten Folge wieder mit dabei sein und wie essen noch die Pralinen auf, die rumliegen bis dahin! Bis dahin Tschüß!

Raul, Judyta:

Ciao!

 

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Eine Antwort

  1. Hallo ich fand den Podcast über Film und Behinderung gut! Ich hatte aber den Gedanken, dass es viele Schauspieler*innen mit nicht sichtbarer und/ oder psychischer Beeinträchtigung gibt, die im Film spielen, ohne dass dies im Film explizit zum Thema gemacht wird! Es ist allerdings etwas anderes, auch hier, wenn die nicht sichtbare und/oder psychische Beeinträchtigung explizit zum Thema gemacht wird. Dann steht hier meines Erachtens eher wieder die Beeinträchtigung im Vordergrund. Trotzdem wollte ich den oben genannten Aspekt einbringen. Ich fände es cool, wenn generell im Podcast auch mehr auf oben genannte Beeinträchtigungsformen eingegangen wird.

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