Wer wird Millionär*in und wer nicht?

Quizshows wie „Wer wird Millionär?“ gelten als Ort der Chancengleichheit: Alle starten bei null, am Ende zählt nur das Wissen. Doch dieser Eindruck trügt. Denn lange bevor die erste Frage gestellt wird, entscheiden Bewerbungsprozesse mit verschiedenen Barrieren darüber, wer überhaupt teilnehmen darf. Rosalie Renner und Rebekka Krohmer zeigen, wie Barrieren im Casting, im Studio und in der Kommunikation Menschen mit Behinderungen systematisch ausschließen und warum echte Fairness nur mit barrierefreien Strukturen möglich ist.
#71 Von Alltagshelfern bis Lifehacks

In Folge 71 unseres Bayern 2 Podcasts sprechen Jonas Karpa, Karina Sturm und Raúl Krauthausen über Hilfsmittel und persönliche „Lifehacks”, die den Alltag mit Behinderung erleichtern. Von absolut notwendigen Rollstühlen über Küchenhelfer und komplexe Routenplanung zeigen die Hosts die kreativen Lösungen der Disability Community.
„Wir müssen komplexe Sprache abschaffen.“ Ein Interview mit Ronja Zierold und Ocean Renner von den Grünen

Einfache Sprache, Ruheräume, echte Teilhabe: Ronja Zierold und Ocean Renner kämpfen bei den Grünen für Inklusion. Aber selbst in einer progressiven Partei stoßen sie auf Widerstände. Im Interview mit Mareice Kaiser sprechen sie über Macht, Ableismus, politische Erschöpfung und warum komplexe Sprache oft weniger mit Inhalt als mit Ausschluss zu tun hat.
Differenz ist Wissen – Hearing Cyborg Manifest

Was manche als Defizit lesen, ist für andere ein Ort von Wissen. In ihrem Hearing Cyborg Manifest formuliert Dr. Inga Scharf da Silva eine radikale Gegenposition zur Reparaturlogik: Differenz muss nicht überwunden, sondern akzeptiert werden. Der Text zeigt, wie Menschsein sich genau dort entfaltet, wo Eigenwahrnehmung und gesellschaftliche Zuschreibung aufeinanderprallen – und warum das Dazwischen mehr weiß als die Norm.
Neue Normen unterm Weihnachtsbaum – Die sechs besten Sachbücher

Lust darauf, die Gespräche an Weihnachten aktiv zu gestalten? Diese sechs Sachbücher des Jahres eröffnen neue Perspektiven auf Familienformen, patriarchale Mythen und barrierearme Wissensvermittlung. Sie richten sich an Leser*innen mit unterschiedlichem Vorwissen, hinterfragen gesellschaftliche Normen und eignen sich als Denkanstoß ebenso wie als Geschenk.
#70 Einsamkeit

Einsamkeit betrifft viele Menschen – quer durch alle Altersgruppen. Doch manche Personengruppen sind mehr betroffen, darunter zum Beispiel behinderte Menschen. Aber was genau ist Einsamkeit eigentlich? Wann haben wir uns eigentlich das letzte Mal einsam gefühlt? In Folge 70 unseres Bayern 2 Podcast sprechen Jonas, Raúl und Karina über Einsamkeit.
Warum werde ich nicht gefragt? Für mehr Selbstbestimmung im Alltag

Was bleibt, wenn Entscheidungen an einem vorbeigehen, Einladungen nicht ausgesprochen werden und Fürsorge plötzlich wie Bevormundung wirkt? In dieser Kolumne schreibt Natascha Höhn über die leisen Stiche des Nicht-gefragt-Werdens und über die laute Erkenntnis, dass echte Inklusion erst beginnt, wenn Menschen nicht nur mitgedacht, sondern auch mit einbezogen werden.
Freikaufen – Ein Gedicht

Im Gedicht „Freikaufen“ stellt unsere Autorin Cathrin Schweizer wichtige Fragen. Es geht um Würde, ums Anders-sein und um Verantwortung in unserer Gesellschaft. Das Gedicht macht deutlich: Wir müssen neu darüber nachdenken, was Leistung und Gerechtigkeit bedeuten. Und es zeigt, dass echte gleiche Chancen bei der Arbeit nur möglich sind, wenn alle Menschen – mit und ohne Behinderung – auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt mitmachen können.
„Das System sitzt mit am Tisch.“ Über Familie in einer Welt, die Leistung über Menschlichkeit stellt

Wie leben wir Liebe, wenn das System ständig mitredet? Wie leben wir inklusiv in einer Gesellschaft, die Leistung und Anpassung über Menschlichkeit stellt? Yassamin-Sophia Boussaoud schreibt über das Leben in einer neurodivergenten, queeren Familie – und darüber, wie Ableismus, Leistungsdenken und Geschlechternormen selbst in die intimsten Räume hineinwirken.
#67 Haft

In Folge 67 unseres Bayern 2 Podcasts machen wir mal was anderes: Wir nehmen euch mit an einen Ort, über den selten in Bezug auf Inklusion und Barrierefreiheit gesprochen wird: das Gefängnis. Genauer gesagt, in die Justizvollzugsanstalt (JVA) Hövelhof in Nordrhein-Westfalen, eine der wenigen Einrichtungen im deutschen Justizsystem, an dem Menschen mit Behinderungen mit Pflegebedarf inhaftiert werden können. Wir sprechen mit einem Inhaftierten, dem Pflegeleiter der JVA, Dirk Rautenberg, und der Anwältin Pamela Pabst darüber, was passiert, wenn jemand mit Behinderung im Strafvollzug landet. Gibt es barrierefreie Zellen, Pflege/Assistenz und Dolmetscher*innen? Und wie viel Teilhabe und Inklusion darf und soll es in einer JVA überhaupt geben?