Warum die BGG-Reform behinderten Menschen schadet

Mehrere Baueimer und Zementsäcke sind vor dem Bundestag aufgebaut, eine Person im Rolli spricht in ein Mikrofon.

Zehn Jahre nachdem eine SPD-Ministerin ankündigte, die Privatwirtschaft nicht ewig von Barrierefreiheit auszunehmen, tut die BGG-Reform genau das: Sie erklärt bauliche Anpassungen pauschal für unzumutbar. Ein Gesetzentwurf, der Diskriminierung nicht abbaut, sondern absichert. Karina Sturm berichtet.

Sit’n’Skate: Wie Rollstuhl-Skater Barrieren ins Rollen bringen

Zwei weiß gelesene Personen mit Helm im Aktivrolli auf einem Skateplatz.

Ein Skateboard hat vier Räder. Ein Rollstuhl auch. Trotzdem hieß es für David Lebuser immer wieder: zu riskant, zu teuer versichert, nicht vorgesehen. Autorin Karina Sturm berichtet, wie er sich die Skateparks trotzdem eroberte und mit Sit’n’Skate eine ganze Bewegung ins Rollen brachte.

#77 Werkstätten für behinderte Menschen (Teil 2)

Ein junger Mann im Rollstuhl arbeitet in einer Tischlerei.

In Folge 77 unseres Bayern 2 Podcasts sprechen wir erneut über Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM). Dafür haben wir unsere Kollegin Anne Gersdorff, Leiterin von JOBinklusive, und Dr. Oliver Gosolits, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft der Werkstätten für behinderte Menschen (BAG-WfbM), eingeladen. Gemeinsam sprechen wir über die strukturellen Probleme von WfbMs.

Behinderung sucht man sich nicht aus; Disability Pride schon!  

Person mit einem brauenen Kurzhaarschnitt vor einer Hauswand mit Fenstern schaut zur Seite. Sie trägt ein schwarzes V-Ausschnitt T-Shirt, mehrere Ohrringe und eine Kette. Über das Bild ist leicht transparent eine Disability Pride Flagge gelegt.

Die meisten Behinderungen sind nicht angeboren, sondern werden im Laufe eines Lebens erworben. Autorin Karina Sturm berichtet, welche Phasen sie durchlebt hat, nachdem sie erkrankt ist. Und was ihr die Kraft gegeben hat, heute stolz darauf zu sein, Teil der Behinderten-Bewegung zu sein und für die Rechte von behinderten Menschen zu kämpfen.

Kein Zufall: Wie die AfD über Menschen mit Behinderungen spricht

Artikel 1 des Grundgesetzes auf einer Glasscheibe, die zum Bundestagsgebäude gehört, links ist eine grüne Pflanze im Bild, es spiegeln sich leicht einige Personen im Rollstuhl.

Die AfD spricht von „gesunden Gesellschaften” und meint damit eine Gesellschaft ohne Menschen mit Behinderungen. Autorin Nicole Schmitt hat sich die neue Analyse des Deutschen Instituts für Menschenrechte angeschaut, die zeigt, wie tief diese Ideologie sitzt und warum wir gerade jetzt hinschauen müssen.

Digitale Barrierefreiheit im Sale: Warum Overlay-Tools keine Lösung sind

Weiß positionierte Person sitzt in Hörsaal und nutzt ein Screenreader mit Vergrößerung.

Ein Klick auf ein Icon und alles ist barrierefrei? So einfach ist es nicht. Zwischen Overlay-Tools, KI-Versprechen und A11y-Siegeln entsteht ein Markt der schnellen Lösungen. Doch echte digitale Barrierefreiheit beginnt nicht mit einem Widget, sondern mit Struktur, Prozessen und Haltung, weiß Autor David Job.

Nicht an den Rollstuhl gefesselt, aber an das Bett gebunden?

Okerfarbener Hintergrund, davor das Logo „Die Neue Kolumne“ von Jennifer Sonntag

Die Formulierung „an den Rollstuhl gefesselt“ ist eine Fremdzuschreibung, die unsichtbar macht, dass der Rollstuhl für die meisten Menschen mit Behinderungen Freiheit und Mobilität bedeutet. Gleichzeitig sprechen zahlreiche ME/CFS-Betroffene bewusst davon, bett- oder hausgebunden zu sein. Warum ist das kein Widerspruch? Eine Kolumne von Jennifer Sonntag über Sprache, Selbstbestimmung und die unterschiedlichen Realitäten von Behinderung und chronischer Erkrankung.

„Ich bin ein Visionär.“ Im Gespräch mit Jürgen Linnemann, Kläger für den gesetzlichen Mindestlohn als Beschäftigter in einer Werkstatt für behinderte Menschen

Bühne einer Fernsehshow, hinter einem Tisch sitzt Jan Böhmermann, neben ihm Jürgen Linnemann, daneben Soraia Da Costa Batista. Rechts steht eine Pyramide aus Grundi-Figuren. Im Hintergrund ist ein Nachthimmel mit Mond projeziert.

Seinen Auftritt im ZDF Magazin Royale sehen über 3 Millionen Menschen: Jürgen Linnemann klagt als Beschäftigter in einer Werkstatt für behinderte Menschen für den Mindestlohn. Im Interview mit Redakteurin Carolin Schmidt spricht er über seinen Lebensweg, seine politische Arbeit als langjähriger Vorsitzender im Werkstattrat und über seine Motivation, mit dieser Klage Geschichte zu schreiben.  Informationen […]

Mindestlohn für Alle! Warum die Arbeit von Menschen mit Behinderungen aus Werkstätten sichtbar ist, aber nicht gerecht bezahlt wird

Demo am 5. Mai in Berlin zum Europäischen Protesstag für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen. Eine Person trägt ein Plakat mit der Aufschrift: Mehr Knete inner Werkstatt.

Vom Sicherheitsgurt im Auto bis zum Kaffee im Regal: Produkte und Dienstleistungen aus Werkstätten für behinderte Menschen begleiten unseren Alltag. Doch ihre Arbeit wird nicht fair bezahlt. Warum gilt der Mindestlohn für so viele, aber nicht für sie? Wer profitiert davon? Und was sagt das aus über unseren Begriff von Arbeit, Teilhabe und Gerechtigkeit? Ein Artikel von Sarah Schank.