Von Techno-Ableismus zu echter Autonomie: Wie behinderte Innovator*innen die Rehacare neu definieren

Person mit schulterfreiem, rot-glitzerndem Ballkleid und silbernen High-Heels, grauer Dauerwelle und glitzerndem Diadem sitzt in einem Rollstuhl, dahinter eine weiße Wand mit Kunst, ihr gegenüber eine Person mit Headset und Kamera.

Zwischen treppensteigenden Robotern und Oktoberfest-Kulissen für Rollatoren hat sich auf der Rehacare 2026 leise etwas verschoben: Immer mehr behinderte Unternehmer*innen bauen die Hilfsmittel, Mode und Technik, die sie selbst brauchen, statt auf nicht-behinderte Marken zu warten. Vom Holzrollstuhl über barrierefreie Streetwear bis zum Blasensensor: Karina Sturm berichtet, was passiert, wenn behinderte Menschen nicht mehr Zielgruppe, sondern Entwickler*innen sind.

Mode für alle Sinne: Wie Blinde und Sehbehinderte die Modewelt neu erleben

Zwei Personen mit langen, dunklen Haaren stehen lächelnd nebeneinander. Die eine trägt ein weißes Kleid mit Blumen, die andere ein orangenes, tief ausgeschnittenes Kleid.

Musik, Duft und Fühlbücher statt nur Blicke: Bei der Modenschau von Susan Fang im Londoner Barbican erlebt unsere Autorin Amy Zayed zum ersten Mal eine Laufstegshow, die wirklich für sie gemacht ist. Möglich macht das die Initiative „Making Fashion Accessible“ – doch auf den Laufstegen selbst fehlen Models mit Behinderung noch immer fast vollständig.

Rankin: Ein Ally in der Modebranche kämpft für Vielfalt

Ein junger Mann mit Down Syndrom schaut direkt in die Kamera und zwinkert.

Rankin ist ein britischer Fotograf und Regisseur. Er ist bekannt für seine Porträts von Prominenten wie David Bowie, den Rolling Stones oder Kate Moss sowie für die Gründung britischer Popkultur-Magazine wie „Dazed & Confused“. Obwohl die Modeszene stark von Klischees der Perfektion und längst veralteten Schönheitsidealen geprägt ist, pusht Rankin die Themen Vielfalt und Inklusion. Journalistin Amy Zayed hat ihn zur London Fashion Week gesprochen.

Scheitert Weiterbildung für Menschen mit Behinderungen an Assistenz?

Person mit halblangen, roten Locken sitzt an einem Tisch in der Bibliothek, sie nutzt einen Rollstuhl. Im Vordergrund ist eine zweite Person angeschnitten.

Eve wollte sich beruflich weiterentwickeln. Sie ist auf Assistenz angewiesen. Das wurde zum Problem gemacht. Die Weiterbildung konnte sie nicht machen. Jan Uhlenberg berichtet über einen Fall, der zeigt: Für private Weiterbildungsanbieter gibt es in Deutschland kaum verbindliche Pflichten zur Barrierefreiheit.

Was bedeuten die Landtagswahlen im Osten für behinderte Menschen?

Eine Hand wirft Briefwahlunterlagen in einen Briefkasten.

In Ostdeutschland stehen wichtige Entscheidungen an: In Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern werden im September 2026 neue Landtage gewählt. In beiden Ländern gewinnt die AfD laut Umfragen deutlich an Zuspruch und könnte zukünftig eine wichtige politische Rolle spielen. Doch was bedeutet diese politische Entwicklung konkret für Menschen mit Behinderungen? Mevludin Useinoski über Barrieren beim Wählen, erstarkte rechtsradikale Parteien und die Frage, welche Auswirkungen die Wahlen im Osten auf Menschen in ganz Deutschland haben werden.

Babys für Barrierefreiheit. Ein neues Bündnis für mehr Solidarität.

Zwei Personen sitzen in einer schmalen Gasse, die linke trägt dunkle Kleidung und hat eine Hand an einem Kinderwagen, die rechte trägt einen knalligen grünen Rock und ein pinkes Shirt und nutzt einen Rollstuhl. Beide lächeln in die Kamera.

Kinderwagen und Rollstuhl haben mehr gemeinsam, als man denkt: Beide scheitern an kaputten Aufzügen, hohen Stufen und anderen Barrieren im Alltag. Das neues Bündnis „Babys für Barrierefreiheit“ bringt Eltern und Menschen mit Behinderung zusammen. Redakteurin Carolin Schmidt hat mit den Initiator*innen Mona Bernhard und Max Balzer gesprochen.

5 Gründe, warum die Alternative für Deutschland (AfD) für Menschen mit Behinderungen gefährlich ist

3 Personen im schwazen Shirt vor dem Holocaust Denkmal in Berlin. Eine Person trägt ein Schild: 5 vor 1933. 1 Person nutzt einen Rollstuhl.

Die AfD hat immer mehr Anhänger*innen. Aber wie steht die AfD zu Menschen mit Behinderungen? Das Deutsche Institut für Menschenrechte (DIMR) hat Reden und andere Aktivitäten der AfD geprüft. Es kommt zum Ergebnis: Die AfD ist eine rechtsextreme Partei und eine Gefahr für Menschen mit Behinderungen. Der Text ist in schwerer Sprache. Aber alle sollen die wichtigsten Ergebnisse lesen können. Deswegen hat Florian Preußger von der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben sie in einer einfachen Übersicht zusammengefasst.

Warum die BGG-Reform behinderten Menschen schadet

Mehrere Baueimer und Zementsäcke sind vor dem Bundestag aufgebaut, eine Person im Rolli spricht in ein Mikrofon.

Zehn Jahre nachdem eine SPD-Ministerin ankündigte, die Privatwirtschaft nicht ewig von Barrierefreiheit auszunehmen, tut die BGG-Reform genau das: Sie erklärt bauliche Anpassungen pauschal für unzumutbar. Ein Gesetzentwurf, der Diskriminierung nicht abbaut, sondern absichert. Karina Sturm berichtet.