#15 Schule und Inklusion

In einem Klassenzimmer reden vier Schüler+innen miteinander. Ein sSchüler sitzt im Rollstuhl.
Schüler*innen mit und ohne Behinderung lernen in gemeinsamen Klassen - noch immer keine Selbstverständlichkeit. Foto: Andi Weiland | Gesellschaftsbilder.de
Lesezeit ca. 2 Minuten

In der neuen Folge unseres Bayern 2 – Podcasts sprechen wir über Schule und Inklusion. Leider immer noch ein viel diskutiertes Thema, obwohl das Recht auf Bildung in der UN-Behindertenrechtskonvention verankert ist. 

Das Transkript zur Podcastfolge “Schule und Inklusion”

Alle Folgen des Podcasts zum Nachhören:

Zwei große Worte nehmen wir in der aktuellen Folge in den Mund: Schule und Inklusion. Judytas und Raúls persönliche Erfahrungen als geburstbehinderte Menschen liegen dazu schon einige Jahre zurück und stammen teilweise noch aus dem vergangenen Jahrhundert… deshalb blicken wir nach ein paar persönlichen Erinnerungen auf die heutige Zeit. 

Kann Inklusion an Schulen scheitern?

Sprachlich bewegt sich die Diskussion um die schulische Inklusion oftmals zwischen “Scheitern” und Aussteigen, obwohl das Recht auf Bildung in der UN-Behindertenrechtskonvention festgeschrieben ist. Expert*innen bestätigen, dass es durch die Corona-Pandemie zu weiteren Ausschlüssen kommen könne: 

Zwei Kinder sitzen an einem Tisch und machen Hausaufgaben. Eine Frau mit langen schwarzen Haaren beut sich zu dem Mädchen mit Behinderung herunter.

„Behinderte Schüler*innen haben das gleiche Recht auf Bildung”

Während einige Schüler*innen mittlerweile das Home-Schooling wieder gegen den richtigen Schulunterricht eintauschen, haben andere seit sechs Wochen gar keinen Unterricht. Zum Beispiel einige Kinder und Jugendliche mit Behinderung, deren Förderschulen komplett geschlossen bleiben. Ein Interview mit Tina Sander vom mittendrin e.V. aus Köln über Sorgen von Eltern und Erwartungen an die Politik.

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Inklusive Schule in der Pandemie

Die vorhandenen Strukturen inklusive der Schulhelfer*innen auf das Home-Schooling übertragen? Das sei nicht vorgesehen, berichten Betroffene. Auch Eva-Maria Thomas vom Verein Mittendrin erzählt uns im Vorgespräch, dass Förderschulen im Umgang mit der Pandemie buchstäblich demaskiert wurden. 

In einem Klassenraum sitzen drei Schüler:innen an einem Tisch mit einer Lehrkraft, die mit ihnen etwas bespricht.

Inklusive Bildung in der Krise

Gesundheitsrisiken, mangelhafte Planung und Gehaltsverzögerungen. Nicole Prehn ermöglicht Kindern mit Krankheit oder Behinderung als Schulbegleiterin bessere Bildungschancen. Schon vor der Pandemie gab es dabei große Probleme. Jetzt ist ihre Arbeit gefährdet, wie sie berichtet.

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Wichtig sei die Herangehensweise der Akteur*innen, bestätigt uns im Vorgespräch auch die Pädagogin Jutta Schöler. Sie bringt die Debatte mit folgenden Worten auf den Punkt: 

Inkludierfähig müssen die Schulen werden - die Kinder müssen nicht ihre "Inkludierbarkeit" beweisen.

Prof. Jutta Schöler, Pädagogin

Im Podcast erwähnte Links und weitere Informationen:

1. Die Kinder der Utopie – Dokumentationsfilm von Hubertus Siegert 

2. Inklusionsfakten.de – eine Plattform mit Fakten zur Inklusion in der Schule 

3. “Stern des Sports” an den Pfeffersport e.V. verliehen

4. “Für Gymnasien gibt es eine besondere Vorgabe: Sie dürfen nur noch Inklusionsschüler aufnehmen, die eine Chance auf das Abitur haben”, heißt es in einem Artikel der Welt zu den Plänen der schwarz-gelben Landesregierung Nordrhein-Westfalens im Jahr 2018. 

5. Wheelmap macht Schule – ein Projekt der Sozialheld*innen

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