#14 Mobilität

Eine Frau im Rollstuhl gelangt über eine Hebebühne in einen ICE
Menschen die im Rollstuhl unterwegs sind, brauchen die Einstiegshilfe der Deutschen Bahn um in die Züge zu gelangen. Foto: Wolfgang Bellwinkel | DGUV
Lesezeit ca. 2 Minuten

Barrierefrei von A nach B zu kommen ist für Menschen mit Behinderung oft keine Selbstverständlichkeit. In unserem Bayern 2 Podcast sprechen wir über unsere Erfahrungen mit Bus und Bahn und wie die Utopie einer „Smart City“ aussehen könnte.

Das Transkript zur Podcastfolge “Mobilität”

Alle Folgen des Podcasts zum Nachhören:

Auch die Deutsche Bahn hat „Neue Normen“. Zum Beispiel für die Höhe ihrer Bahnsteige, die durch die Eisenbahn-, Bau- und Betriebsordnung geregelt ist. Die festgelegten 76cm passen jedoch nicht mit allen Zugtypen zusammen:

Für Menschen die im Rollstuhl unterwegs sind bedeutet das, dass sie eine Einstiegshilfe benötigen. Diese muss aber mindestens 48 Stunden vor Antritt der Reise und über eine kostenpflichtige Telefonummer gebucht werden.

Verschiedene Organisationen und Hilfsmittel unterstützen Menschen mit Behinderung bei ihrer Reise mit der Bahn:

  • Die Initiative Barrierefreie Bahn fordert eine barrierefreie Bahn für Alle. 
  • Die HaSe App hilft beim Anfragen von Hilfeleistungen bei der Deutschen Bahn.
  • Die Seite Refund Rebell unterstützt beim Einfordern von Fahrgastrechten
Barrierefrei für Rollstuhlfahrer*innen: der „Berlkönig“. Foto: Andi Weiland | Gesellschaftsbilder.de
Eine blinde Person tastet sich auf einem Bahnsteig mit einem Langstock entlang der taktilen Streifen.
taktile Streifen erleichtern blinden Menschen die Orientierung. Foto: Andi Weiland | Boehringer Ingelheim, Gesellschaftsbilder.de

Auch in den Städten gibt es Möglichkeiten, sich barrierefrei fort zu bewegen. 

In Teilen des Berliner Stadtgebietes ist das, von den Verkehrsbetrieben betriebene, Sammeltaxi „Berlkönig unterwegs. Manche Fahrzeuge sind rollstuhlgerecht.

In New York bietet der E-Scooter Verleiher LIME nun auch Dreiräder und Handbikes im Sortiment an.

Die Utopie ist eine „Smart City“, in der die verschiedensten Bereiche der Mobilität – Ampelphasen, Aufzüge, Routenplanung, uvm. – miteinander verknüpft wären und Menschen helfen würden, den optimalen und barrierefreien Weg zu finden.

Teil dieser Smart City könnte zum Beispiel die Wheelmap sein – ein Projekt des Sozialhelden e.V. – auf der weltweit Orte aufgrund ihrer rollstuhlgerechtigkeit auf einer Karte markiert werden können.

Auf der Wheelmap können weltweit barrierefreie Orte markiert werden. Grafik: Sozialhelden e.V.

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2 Antworten

  1. Klingt im ersten Moment komisch: Als E-Rollstuhlnutzerin bin ich bei Nextbike (Bike-Sharing) angemeldet. Aber so bin ich gemeinsam mit meiner Begleitung flexibel unterwegs. Auch bei Teilauto (Car-Sharing) war ich angemeldet, wenn ich mal etwas transportieren wollte und dann ist jemand anderes gefahren. Hier braucht es aber auf alle Fälle noch rollstuhlgerechte Autos. Deshalb habe ich mich wieder abgemeldet….

  2. Im Podcast-Gespräch sinniert ihr darüber, wie wohl ein Kompromiss für bauliche Anforderungen zwischen Blinden/Sehbehinderten und Rollstuhlfahrenden aussehen müsste (die einen wollen ertastbare Absätze, die anderen lieber alles flach).
    In der Schweiz, wo wir übrigens anstatt von Barrierefreiheit von Hindernisfreiheit sprechen (aber das ist eine andere Geschichte), haben wir diesen Kompromiss erarbeitet, Studien darüber und viele Testfahrten gemacht. Der Kompromiss ist Bestandteil der rechtlich bindenden SIA Norm 500 und beträgt genau drei Zentimeter! Diese magische Höhe ist für Rollstuhlfahrende aller Arten (Hand-, E-Rollstuhl, auch Rollator) bequem zu überwinden und den Blinden/Sehbehinderten mit dem weissen Stock reicht diese Höhe, um sie eindeutig ertasten zu können.
    Seither können uns Verantwortliche nicht mehr gegeneinander ausspielen und dann erst mal abwarten, wie sie das leider ständig gemacht haben vorher.

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