Differenz ist Wissen – Hearing Cyborg Manifest

Mixed-Media Collage aus Farbklexen, transparenten, weißen Stoffen und zwei Fotografien eines Kindes und einer Frau, die jeweils hinter einer runden Glasglocke sind. Bildhintergrund ist ein menschlicher und ein Roboterarm, die sich hinter dem Bild treffen.

Was manche als Defizit lesen, ist für andere ein Ort von Wissen. In ihrem Hearing Cyborg Manifest formuliert Dr. Inga Scharf da Silva eine radikale Gegenposition zur Reparaturlogik: Differenz muss nicht überwunden, sondern akzeptiert werden. Der Text zeigt, wie Menschsein sich genau dort entfaltet, wo Eigenwahrnehmung und gesellschaftliche Zuschreibung aufeinanderprallen – und warum das Dazwischen mehr weiß als die Norm.

Neue Normen unterm Weihnachtsbaum – Die sechs besten Sachbücher

6 Buchcover vor weihnachtlichem Hintergrund mit Tannen: Andrea Newerla: Wie Familie, nur besser, Regina Schidel: Behinderung und Gesellschaft, Aladin El-Mafalani: Misstrauensgemeinschaften, Ulli Lust: Die Frau als Mensch, Gilda Sahebi: Verbinden statt spalten, Diana Baer (Hrg.): Pflege in Einfacher Sprache

Lust darauf, die Gespräche an Weihnachten aktiv zu gestalten? Diese sechs Sachbücher des Jahres eröffnen neue Perspektiven auf Familienformen, patriarchale Mythen und barrierearme Wissensvermittlung. Sie richten sich an Leser*innen mit unterschiedlichem Vorwissen, hinterfragen gesellschaftliche Normen und eignen sich als Denkanstoß ebenso wie als Geschenk.

#70 Einsamkeit

Das Foto wurde auf Augenhöhe aufgenommen und zeigt eine junge Frau mit Kopftuch, die in einem Feld sitzt. Sie trägt einen Kapuzenpullover, unter dem das Kopftuch sichtbar ist. Die Frau sitzt mit angewinkelten Beinen auf dem Boden, hält ein Handy in der Hand und richtet ihren Blick darauf. Umgeben ist sie von grünen Gräsern und Blumen, von denen einige im Vordergrund des Bildes unscharf zu sehen sind. Die obere Bildhälfte zeigt einen blauen Himmel mit einzelnen Wolken.

Einsamkeit betrifft viele Menschen – quer durch alle Altersgruppen. Doch manche Personengruppen sind mehr betroffen, darunter zum Beispiel behinderte Menschen. Aber was genau ist Einsamkeit eigentlich? Wann haben wir uns eigentlich das letzte Mal einsam gefühlt? In Folge 70 unseres Bayern 2 Podcast sprechen Jonas, Raúl und Karina über Einsamkeit.

Warum werde ich nicht gefragt? Für mehr Selbstbestimmung im Alltag

Logo „Die Neue Kolumne“ von Natascha Höhn mit grasgrünem Hintergrund

Was bleibt, wenn Entscheidungen an einem vorbeigehen, Einladungen nicht ausgesprochen werden und Fürsorge plötzlich wie Bevormundung wirkt? In dieser Kolumne schreibt Natascha Höhn über die leisen Stiche des Nicht-gefragt-Werdens und über die laute Erkenntnis, dass echte Inklusion erst beginnt, wenn Menschen nicht nur mitgedacht, sondern auch mit einbezogen werden.

„Who’s the Scatman?“ – Eine Graphic Novel über Mut, Musik und Sichtbarkeit

Buch-Cover „Who's the Scatman“ von Jeff Chi mit einem Mann im Anzug und mit Hut auf einer angedeuteten Weltkugel, einem Busch und pinken Himmel im Hintergrund. Grafischer Hintergrund: Noten-Elemente in der rechten Bildhälfte.

„Who’s the Scatman“ – „Wer ist Scatman?“ rückt eine außergewöhnliche, aber oft übersehene Künstlerpersönlichkeit in den Fokus: John Larkin, besser bekannt als Scatman John. In seiner neuen Graphic Novel erzählt Jeff Chi von seinen Weg – vom stotternden Kind zum gefeierten Musiker, der seine Stimme nutzte, um anderen Mut zu machen. Unsere Autorin Andrea Schöne hat das Buch für uns gelesen.

#69 Disability Studies

In einem Hörsaal sitzen 11 Personen. Eine weiblich gelesene Person erzählt etwas und die anderen Personen hören zu oder arbeiten an ihrem Laptop. Neben der Person, die spricht, sitzt eine weiblich gelesene Person, die eine schwarze Sonnenbrille trägt und auf ihren Laptop schaut. Das Bild ist sehr frontal aufgenommen und es wirkt fast die ein Gemälde durch die ganzen braunen uni-typischen Sitzreihen.

In Folge 69 unseres Bayern 2 Podcasts sprechen wir über Disability Studies – Forschung von und mit behinderten Menschen. Was genau sind Disability Studies eigentlich? Warum betrachten sie Behinderung anders als die Medizin? Und welchen ganz konkreten Unterschied machen sie im Alltag von Menschen mit Behinderungen? Diese Fragen klären Jonas, Karina und Raúl in der aktuellen Folge gemeinsam mit Prof. Dr. Siegfried Saerberg, einer der zentralen Stimmen der Disability Studies in Deutschland.

„Rassismus erzeugt chronischen Stress.“ Ein Interview mit Mahssa Behdjatpour

Illustration einer Personmit schwarzen Locken und hohem Pferdeschwanz, sie schaut auf einen dreifächriges Zeitungsregal.

Mahssa Behdjatpour hat Public Health studiert und in ihrem Buch „Du lachst ja gar nicht mehr. Wie Rassismus krank macht“ über Rassismus, Gesundheit und ihre eigene Familiengeschichte geschrieben. Max Balzer der Initiative Sick People spricht mit ihr über transgenerationales Trauma, Ausschlüsse im Gesundheitswesen und warum Schreiben Widerstand sein kann.

Freikaufen – Ein Gedicht

Trübes Hellgrün im Hintergrund. Davor das Logo Die Neue Kolumne von Cathrin Schweizer.

Im Gedicht „Freikaufen“ stellt unsere Autorin Cathrin Schweizer wichtige Fragen. Es geht um Würde, ums Anders-sein und um Verantwortung in unserer Gesellschaft. Das Gedicht macht deutlich: Wir müssen neu darüber nachdenken, was Leistung und Gerechtigkeit bedeuten. Und es zeigt, dass echte gleiche Chancen bei der Arbeit nur möglich sind, wenn alle Menschen – mit und ohne Behinderung – auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt mitmachen können.

Banden bilden mit Beccs Riley: „Die beste Rache ist ein gutes Leben.“

Eine Person mit kurzen Haaren sitzt in einem orangenen Sessel und hält eine Kaffeetasse in der Hand. Sie trägt ein schwarz-weißes Hemd mit Ornamenten und hält eine Teetasse in beiden Händen. Sie blickt in die Kamera.

Was tun, wenn die Welt brennt und Hoffnung manchmal schwerfällt? Beccs Riley ist Gründer*in von Minzgespinst, systemische Berater*in und Politfluencer*in. Beccs spricht über prägende Bücher, praktische Solidarität und darüber, warum 3,5 % der Bevölkerung genug sind, um echte Veränderung anzustoßen.