„Hätten wir damals gelebt, wären wir der Eugenik wohl auch zum Opfer gefallen“ – Menschen mit Behinderung in der NS-Zeit

Zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar erinnern wir an ein oft verdrängtes Kapitel der NS- Verbrechen: die systematische Entmenschlichung und Ermordung behinderter Menschen. Dieser Text ist ein Abdruck aus dem Buch „Stoppt Ableismus“ von Karina Sturm und Anne Gersdorff. Er zeigt, wie Ableismus per Gesetz legitimiert wurde und warum Erinnern, Anerkennen und Widersprechen bis heute notwendig sind.
Als die Würde des Menschen antastbar wurde. Eine Buchrezension zu „Eugenische Phantasmen – Eine deutsche Geschichte“ von Dagmar Herzog

Die US-amerikanische Historikerin Dagmar Herzog geht in ihrem Buch „Eugenische Phantasmen“ der Frage nach, wie sich ausgehend vom 19. Jahrhundert bis zur Zeit der Wiedervereinigung das Bild von Menschen mit Lernschwierigkeiten in Deutschland entwickelt und verändert hat. Ihre wissenschaftlichen Analysen ermöglichen einen neuen Blick auf strukturellen Ableismus im Kontext der NS-Behinderten- und Krankenmorde, sie verpasst jedoch die Gelegenheit, Menschen mit Behinderung selbst zu Wort kommen zu lassen. Eine Kritik von Andrea Schöne.