Gedanken an die Zukunft

Das Logo von die neue Norm auf lila Grund. Rechts davon steht: Die Neue Kolumne. Unten steht: Von Kai Bosch.
Lesezeit ca. 2 Minuten

Lasst uns diese Kolumne mit folgendem Zitat von Marc Twain beginnen: “Mein Leben wurde ständig von Missgeschicken bedroht, von denen die meisten niemals stattfanden.”

Zahlreiche Menschen, die ich kenne, haben Angst vor der Zukunft. Diese Grundstimmung herrscht auch in zahlreichen Chatforen. Dabei könnten wir unsere Nerven schonen: Noch ist die Zukunft ja nicht eingetreten.
Durch den Fokus auf zukünftige Schreckensszenarien wird der Genuss der Gegenwart verpasst.
Woher kommen diese negativen Glaubenssätze, dieses Grundmisstrauen dem Leben gegenüber? Wir machen uns Sorgen, und dann machen wir uns Sorgen, weil wir uns Sorgen machen. Wir sollten wieder lernen, dem Leben zu vertrauen. Damit meine ich nicht, dass wir mit geschlossenen Augen auf die Straße rennen und denken: “Das wird schon werden. Ich verlasse mich auf mein Bauchgefühl.” Vor diesem Szenario könnten wir wirklich Angst haben. 

Ich habe mich als Bühnenkünstler und Workshopleiter selbstständig gemacht, und ich habe keine Angst, eines Tages meine Rechnungen nicht mehr bezahlen zu können. Stattdessen hatte ich in der Vergangenheit Angst, dass der Spaßfaktor vom Alltag verschluckt wird und sich mein gesamtes Leben ums Bezahlen von Rechnungen drehen würde. Dieses Szenario bleibt mir erspart, ich weiß es.

Die Menschen im Mittelalter waren bestimmt auch besorgt und dachten, dass sie demnächst vom Rande der Welt fallen würden und jetzt ist die Pest besiegt, der Ablasshandel gehört der Vergangenheit an und in der westlichen Welt gehört elektrischer Strom zum täglichen Standard. Wenn man mich fragt, eine recht nice Entwicklung. Mich fragt aber niemand, und die Mehrzahl der Bevölkerung läuft griesgrämig durch die Gegend. Nein, es ist nicht angebracht, alles rosarot zu sehen, aber es ist eben auch nicht alles schwarz. Wir sollten an die Möglichkeit glauben, dass die Zukunft nicht auf eine Katastrophe hinausläuft. Und wenn doch, ändert unser Kopfzerbrechen leider auch nichts daran. Lasst uns realistisch bleiben und nicht in Katzenjammer verfallen, denn wir haben keine sieben Leben, auch wenn wir ebenso nach den meisten Missgeschicken wieder auf den Füßen aufkommen. Geben wir einander Halt und vermitteln wir uns gegenseitig Optimismus, durch ein charmantes Lächeln, durch ein aufmunterndes Gespräch, oder eine kleine Geste der Hilfsbereitschaft.

Zum Schluss gebe ich euch noch folgenden Denkanstoß in Form des Sprichworts mit auf den Weg: “Wer die Gegenwart genießt, hat in der Zukunft eine schöne Vergangenheit.”

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