Welche Rollen spielen Menschen mit Behinderung auf der Leinwand und Bühne? Haben sie überhaupt die Chance, ein aktiver Teil des Kulturbetriebs zu sein, ohne dass ihre Behinderung im Vordergrund steht? Diese Fragen begleiten uns, bis die Kulturlandschaft die vorhandene Vielfalt der Gesellschaft abbildet.

Zwei Personen mit langen, dunklen Haaren stehen lächelnd nebeneinander. Die eine trägt ein weißes Kleid mit Blumen, die andere ein orangenes, tief ausgeschnittenes Kleid.
Kultur
Amy Zayed

Mode für alle Sinne: Wie Blinde und Sehbehinderte die Modewelt neu erleben

Musik, Duft und Fühlbücher statt nur Blicke: Bei der Modenschau von Susan Fang im Londoner Barbican erlebt unsere Autorin Amy Zayed zum ersten Mal eine Laufstegshow, die wirklich für sie gemacht ist. Möglich macht das die Initiative „Making Fashion Accessible“ – doch auf den Laufstegen selbst fehlen Models mit Behinderung noch immer fast vollständig.

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Ein junger Mann mit Down Syndrom schaut direkt in die Kamera und zwinkert.
Kultur
Amy Zayed

Rankin: Ein Ally in der Modebranche kämpft für Vielfalt

Rankin ist ein britischer Fotograf und Regisseur. Er ist bekannt für seine Porträts von Prominenten wie David Bowie, den Rolling Stones oder Kate Moss sowie für die Gründung britischer Popkultur-Magazine wie „Dazed & Confused“. Obwohl die Modeszene stark von Klischees der Perfektion und längst veralteten Schönheitsidealen geprägt ist, pusht Rankin die Themen Vielfalt und Inklusion. Journalistin Amy Zayed hat ihn zur London Fashion Week gesprochen.

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Zwei Personen in Abendgarderobe sind auf einem roten Teppich, eine nutzt einen Rollstuhl. Hinter einem roten Samtseil stehen Besuchende.
Kultur
Karina Sturm

„Nein, wir sind nicht vollständig barrierefrei“: Wie das Filmfestival ReelAbilities Barrierefreiheit immer weiterdenkt

Barrierefreiheit ist kein Zustand, sondern ein Prozess: Das ReelAbilities Film Festival zeigt, wie Inklusion im Kulturbereich konsequent weitergedacht werden kann – und warum „nicht vollständig barrierefrei“ ein Anspruch, kein Mangel ist. Karina Sturm spricht mit Gründer Isaac Zablocki über Repräsentation im Film, über die Schwierigkeit, Menschen zu erreichen und Behinderung als Spektrum.

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Eine Frau mit kurzen braunen Haaren steht am Fenster und schaut nachdenklich nach draußen; ihr Gesicht spiegelt sich im Glas. Warmes Licht fällt seitlich auf ihr Gesicht und hebt die ernste, ruhige Stimmung hervor.
Kultur
Luise Bruche

„Es war mutig von mir, diese Rolle zu spielen.“ – 5 Fragen an Schauspielerin Celina Scharff

Celina Scharff steht seit über zehn Jahren auf der Bühne. Jetzt ist sie erstmals in einer Kinohauptrolle zu sehen. In „Luisa“ spielt sie eine junge Frau, deren Leben aus den Fugen gerät, als bei ihr eine unerwartete Schwangerschaft festgestellt wird. Der Film macht ein oft verdrängtes Thema sichtbar: sexualisierte Gewalt an Menschen mit Behinderung. Im Interview spricht sie über ihre Rolle und die Arbeit im inklusiven Team.

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Jasmin Polsini und Valentin Weilenmann der Initiative „Schlafende Hunde wecken“ sind vor ihrer Kunstinstallation zu sehen. Sie sitzt in einem Aktivrollstuhl und trägt schwarze Kleidung, Er steht in weißem Shirt und Jeans daneben.
Kultur
Die Neue Norm

„Der Hund will geweckt werden“ 5 Fragen an Jasmin Polsini und Valentin Weilenmann

Inklusion ist für Jasmin Polsini und Valentin Weilenmann eine politische Frage von Macht, Sichtbarkeit und Teilhabe. Mit ihrer Initiative „SCHLAFENDEHUNDEWECKEN“ zeigen sie ableistische Strukturen auf, die viele gar nicht bemerken (wollen). Ihre Cartoons sind dabei Werkzeug, Störung und Einladung zum Umdenken zugleich. Im Interview mit Die Neue Norm sprechen sie über Barrieren im Kopf und im System, über Humor als Strategie und darüber, warum echte Veränderung mehr als schöne Worten braucht.

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Günter Jauch ist im „Wer wird Millionär“-Studio und hält Krücken in der Hand.
Kultur
Rosalie Renner Rebekka Krohmer

Wer wird Millionär*in und wer nicht?

Quizshows wie „Wer wird Millionär?“ gelten als Ort der Chancengleichheit: Alle starten bei null, am Ende zählt nur das Wissen. Doch dieser Eindruck trügt. Denn lange bevor die erste Frage gestellt wird, entscheiden Bewerbungsprozesse mit verschiedenen Barrieren darüber, wer überhaupt teilnehmen darf. Rosalie Renner und Rebekka Krohmer zeigen, wie Barrieren im Casting, im Studio und in der Kommunikation Menschen mit Behinderungen systematisch ausschließen und warum echte Fairness nur mit barrierefreien Strukturen möglich ist.

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