Nicht an den Rollstuhl gefesselt, aber an das Bett gebunden?

Okerfarbener Hintergrund, davor das Logo „Die Neue Kolumne“ von Jennifer Sonntag

Die Formulierung „an den Rollstuhl gefesselt“ ist eine Fremdzuschreibung, die unsichtbar macht, dass der Rollstuhl für die meisten Menschen mit Behinderungen Freiheit und Mobilität bedeutet. Gleichzeitig sprechen zahlreiche ME/CFS-Betroffene bewusst davon, bett- oder hausgebunden zu sein. Warum ist das kein Widerspruch? Eine Kolumne von Jennifer Sonntag über Sprache, Selbstbestimmung und die unterschiedlichen Realitäten von Behinderung und chronischer Erkrankung.

#75 Deutsche Bahn

Eine Frau im Rollstuhl bedient in einem Bahnhof einen Fahrkartenautomaten der Deutschen Bahn.

In Folge 75 unseres Bayern 2 Podcasts geht es um Mobilität, genauer: die Hosts Jonas Karpa, Raúl Krauthausen und Karina Sturm sprechen über das Reisen mit der Deutschen Bahn. Und nein, wir betreiben hier kein Bahnbashing – auch wenn es vielleicht so einfach wäre. Vielmehr sprechen wir über Fortschritte, Frustmomente und die Frage, warum Mobilität für behinderte Menschen noch immer zu oft von Glück, Personal und Technik abhängt.

Deutsche Bahn – Transkript

Die Neue Norm: Eine Sehbehinderung, ein Rollstuhl, eine chronische Erkrankung. Oder: drei Journalist*innen. Jonas Karpa, Raul Krauthausen und Karina Sturm sprechen über Behinderung, Inklusion und Gesellschaft. Folge 75: „Deutsche Bahn“ Jonas: Herzlich willkommen zu Die Neue Norm, dem Podcast. Mobilität ist eines der Kernthemen von Barrierefreiheit und auch für Menschen mit Behinderung. Also wie kommt […]

„Ich bin ein Visionär.“ Im Gespräch mit Jürgen Linnemann, Kläger für den gesetzlichen Mindestlohn als Beschäftigter in einer Werkstatt für behinderte Menschen

Bühne einer Fernsehshow, hinter einem Tisch sitzt Jan Böhmermann, neben ihm Jürgen Linnemann, daneben Soraia Da Costa Batista. Rechts steht eine Pyramide aus Grundi-Figuren. Im Hintergrund ist ein Nachthimmel mit Mond projeziert.

Seinen Auftritt im ZDF Magazin Royale sehen über 3 Millionen Menschen: Jürgen Linnemann klagt als Beschäftigter in einer Werkstatt für behinderte Menschen für den Mindestlohn. Im Interview mit Redakteurin Carolin Schmidt spricht er über seinen Lebensweg, seine politische Arbeit als langjähriger Vorsitzender im Werkstattrat und über seine Motivation, mit dieser Klage Geschichte zu schreiben.  Informationen […]

Mindest-lohn für alle! (Einfache Sprache)

Demo am 5. Mai in Berlin zum Europäischen Protesstag für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen. Eine Person trägt ein Plakat mit der Aufschrift: Mehr Knete inner Werkstatt.

Sachen aus Werkstätten für behinderte Menschen begleiten unseren Alltag.
Vom Sicherheitsgurt im Auto bis zum Kaffee im Regal, dort werden viele Sachen hergestellt.
Doch Menschen mit Behinderungen in Werkstätten werden nicht fair bezahlt.
Warum nicht?
Wer verdient daran?
Und warum ändert niemand etwas daran?
Ein Text von Sarah Schank. 

Mindestlohn für Alle! Warum die Arbeit von Menschen mit Behinderungen aus Werkstätten sichtbar ist, aber nicht gerecht bezahlt wird

Demo am 5. Mai in Berlin zum Europäischen Protesstag für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen. Eine Person trägt ein Plakat mit der Aufschrift: Mehr Knete inner Werkstatt.

Vom Sicherheitsgurt im Auto bis zum Kaffee im Regal: Produkte und Dienstleistungen aus Werkstätten für behinderte Menschen begleiten unseren Alltag. Doch ihre Arbeit wird nicht fair bezahlt. Warum gilt der Mindestlohn für so viele, aber nicht für sie? Wer profitiert davon? Und was sagt das aus über unseren Begriff von Arbeit, Teilhabe und Gerechtigkeit? Ein Artikel von Sarah Schank.

Was ist Ableismus? Warum Ausgrenzung und Gewalt kein Einzelfall sind

Demo am Reichtagsufer, im Hintergrund der Bundestag. Die Sonne scheint, einige Menschen haben sich versammelt. Eine Person trägt ein Schild mit der Aufschrift „Selbstbestimmt Leben“

Morgen ist Europäischer Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung. Wie sieht es aus mit dieser Gleichstellung? Ableismus zeigt sich nicht nur in offensichtlicher Diskriminierung, sondern durchzieht den Alltag behinderter Menschen auf vielen Ebenen: in bevormundenden Strukturen, fehlender Barrierefreiheit, stereotype Darstellungen in den Medien oder gesellschaftlichen Vorstellungen darüber, was ein „lebenswertes“ Leben ist. Besonders in stationären Einrichtungen verdichten sich diese Formen von Ableismus zu einem System aus Abhängigkeit und Kontrolle mit teils lebensgefährlichen Folgen. Karina Sturm berichtet, wie tief Ableismus immer noch in unserer Gesellschaft und im Alltagsleben verankert ist, warum Gewalt gegen behinderte Menschen kein Einzelfall ist und weshalb echte Gleichstellung nur durch Selbstbestimmung möglich ist.

#74 BGG

Mehrere Menschen mit Behinderung demonstrieren vor dem Deutschen Bundestag. Sie halten bunte Schilder in den Händen und strecken die linke Faust nach oben.

In Folge 74 unseres Bayern 2 Podcasts sprechen Jonas Karpa, Karina Sturm und Raúl Krauthausen über die geplante Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes (BGG) – und warum viele behinderte Menschen sie als Rückschritt sehen. Statt mehr Barrierefreiheit zu schaffen, könnte das Gesetz in seiner aktuellen Form vor allem die Privatwirtschaft entlasten. Für viele gilt deshalb: So darf dieses Gesetz nicht kommen.

Behindertengleichstellungsgesetz – Transkript

Die Neue Norm: Eine Sehbehinderung, ein Rollstuhl, eine chronische Erkrankung. Oder: drei Journalist*innen. Jonas Karpa, Raul Krauthausen und Karina Sturm sprechen über Behinderung, Inklusion und Gesellschaft. Folge 74: „Behindertengleichstellungsgesetz“ [ARD Jingle] Jonas: Karina, wenn ich dich zu mir nach Hause einlade, was wären dann angemessene Vorkehrungen, die ich treffen müsste?  Karina: Also ich bräuchte Wein, […]