#73 Demokratie – Nicht ohne uns! (LIVE von der Leipziger Buchmesse 2026)

Raúl Krauthausen, Karina Sturm, Arne Semsrott und Jonas Karpa sitzen auf einer Bühne der Leipziger Buchmesse und halten Mikrofone in der Hand.

In Folge 73 unseres Bayern 2 Podcasts sprechen Jonas Karpa, Karina Sturm und Raúl Krauthausen live von der Leipziger Buchmesse 2026 mit dem Aktivisten, Journalisten und Politikwissenschaftler Arne Semsrott über die Frage: Was hat Demokratie eigentlich mit Inklusion zu tun – und warum funktioniert das eine nicht ohne das andere?

Demokratie – Nicht ohne uns! – Transkript

Die Neue Norm: Eine Sehbehinderung, ein Rollstuhl, eine chronische Erkrankung. Oder: drei Journalist*innen. Jonas Karpa, Raul Krauthausen und Karina Sturm sprechen über Behinderung, Inklusion und Gesellschaft. Folge 73: „Demokratie – Nicht ohne uns!“ [ARD Intro] [DNN Intro] Jonas: Herzlich willkommen zu Die Neue Norm, dem Podcast hier live von der Buchmesse in Leipzig 2026. Wir […]

Mut beginnt da, wo Widerspruch im eigenen Umfeld unbequem wird

Demo vor dem Brandenburger Tor, Plakat 1: Die Scham muss endlich die Seite wechseln, Plakat 2: This is Abuse not tech, Plakat 3: WTF Christian!?!

Nach den bekannt gewordenen Fällen von digitaler Gewalt gegen Collien Fernandes sind gerade viele Stimmen zu hören, die sich klar gegen Gewalt an FLINTA*-Personen positionieren. Gerade cis Männer sollen sich zu Wort melden. Zu Recht. Doch was bedeutet es, wenn sie sprechen? Wann ist es Solidarität und wann bloße Selbstinszenierung?
Raúl Krauthausen reflektiert über Scham, Verdrängung und die unbequeme Frage: Welchen Anteil habe ich an an diesen misogynen Strukturen und was folgt daraus für mein Handeln?

„Ohne uns über uns?“ Chancen und Grenzen von KI-Gebärdensprach-Avataren

KI generierte Person mit kurzen, braunen Haaren, dunkelgrauem Shirt gebärdet, der Hintergrund ist hellgrau.

Künstliche Intelligenz soll Gebärdensprache übersetzen, doch viele Taube Selbstvertreter*innen warnen: Die Entwicklung läuft an der Community vorbei. Eine Veranstaltung der Bundesfachstelle für Barrierefreiheit zu KI-Gebärdensprach-Avataren zeigte Potenziale, aber auch deutliche Grenzen. Jana Lange berichtet.

„Krankheit wird moralisiert.“ Ein Gespräch mit Samson Grzybek

Zeichnung einer Person mit kurzen Haaren und Ohrring, T-Shirt und geöffnetem Hemd, die neben einer Topfpflanze sitzt und leicht lächelt. Links steht @noemi_hasler in roter Schrift

Samson Grzybek arbeitet an der Schnittstelle von diskriminierungskritischer Bildungsarbeit, Gesundheitsversorgung und Onlinemarketing. 2021 gründete Samson Queermed: eine Organisation, die ein Verzeichnis für diskriminierungssensibel  empfohlene Praxen und Kliniken anbietet, aber auch Bildungsarbeit, Events und vieles mehr. Im Gespräch mit Max Balzer spricht Samson über inklusive Anamnesebögen, die Grenzen binärer Medizin und über die Frage, warum positive Empfehlungen politisch sein können.  

#72 Glasknochen

Fotocollage von Leonard Grobien, Kübra Sekin und Raul Krauthausen vpr türkisem Hintergrund. Alle schauen direkt in die Kamera.

In Folge 72 unseres Bayern 2 Podcasts sprechen Jonas Karpa, Karina Sturm und Raúl Krauthausen gemeinsam mit den Gäst*innen Kübra Sekin und Leonard Grobien über Glasknochen (Osteogenesis imperfecta) – und darüber, was diese Behinderung jenseits von Diagnose-Details im Alltag bedeutet. Es geht um Themen wie Kindheit mit Brüchen und Schmerzen, um Krankenhaus-Erfahrungen, um Crip Empowerment, Sichtbarkeit, – und warum gerade so viele Menschen mit Glasknochen in Medien- und Kulturräumen präsent sind.

Glasknochen – Transkript

Die Neue Norm: Eine Sehbehinderung, ein Rollstuhl, eine chronische Erkrankung. Oder: drei Journalist*innen. Jonas Karpa, Raul Krauthausen und Karina Sturm sprechen über Behinderung, Inklusion und Gesellschaft. Folge 72: „Glasknochen“ ARD Jingle Jonas: Du, sag mal Raúl, du wolltest ja nie Berufsbehinderter werden, hast du häufig irgendwie gesagt. Aber jetzt bist du ja trotzdem ein sehr […]

„Der Hund will geweckt werden“ 5 Fragen an Jasmin Polsini und Valentin Weilenmann

Jasmin Polsini und Valentin Weilenmann der Initiative „Schlafende Hunde wecken“ sind vor ihrer Kunstinstallation zu sehen. Sie sitzt in einem Aktivrollstuhl und trägt schwarze Kleidung, Er steht in weißem Shirt und Jeans daneben.

Inklusion ist für Jasmin Polsini und Valentin Weilenmann eine politische Frage von Macht, Sichtbarkeit und Teilhabe. Mit ihrer Initiative „SCHLAFENDEHUNDEWECKEN“ zeigen sie ableistische Strukturen auf, die viele gar nicht bemerken (wollen). Ihre Cartoons sind dabei Werkzeug, Störung und Einladung zum Umdenken zugleich. Im Interview mit Die Neue Norm sprechen sie über Barrieren im Kopf und im System, über Humor als Strategie und darüber, warum echte Veränderung mehr als schöne Worten braucht.

Ausbildung mittendrin: Wie Menschen mit Behinderung ihren Platz auf dem Arbeitsmarkt finden

Person mit blondem Zopf steht in Arbeitskleidung hinter einem Empfangstresen und hält ein Blatt Papier in den Händen.

Nur wenige Menschen mit kognitiver Behinderung arbeiten auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. Noch weniger haben eine Berufsausbildung. Hier setzt der Verein mittendrin e.V. an: Mit ihrem Projekt „Ausbildung mittendrin“ hat er bereits elf junge Menschen auf ihrem Weg in und durch eine duale Ausbildung begleitet. Drei von ihnen erzählen von ihrem Alltag zwischen Betrieb und Berufsschule, über Hürden und Erfolge. Und von dem besonderen Moment, wenn man den Abschluss endlich in den Händen hält.