In Folge 66 unseres Bayern 2 Podcasts sprechen wir über eine Krankheit, die oft unsichtbar und dynamisch verläuft und als die „Krankheit der 1000 Gesichter” zählt: Multiple Sklerose (MS). Gemeinsam mit Sibylle Schwarz, die selbst mit MS lebt, gehen wir der Frage nach, was es bedeutet, mit dieser chronischen Erkrankung zu leben, welche Herausforderungen sie mit sich bringt – und was das alles mit Inklusion, Barrierefreiheit und gesellschaftlichen Vorurteilen zu tun hat.
MS betrifft rund 280.000 Menschen in Deutschland, vor allem junge Erwachsene. Die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft (DMSG) beschreibt MS als eine entzündliche Erkrankung des Zentralnervensystems, die das Gehirn und das Rückenmark betrifft und meist im frühen Erwachsenenalter beginnt. Aufgrund der enormen Bandbreite an Symptomen und Verläufen wird MS oft auch als “Krankheit der 1000 Gesichter” bezeichnet.
Mit Sibylle Schwarz sprechen wir darüber, wie sich das Leben nach der Diagnose verändert – beruflich, sozial und persönlich. Wie geht man mit einer Krankheit um, die man den meisten Menschen nicht ansieht? Was passiert, wenn die eigene Leistungsfähigkeit schwankt oder der Körper sich langsam verändert? Und wie verändert sich der Blick auf sich selbst, wenn man früher Marathon gelaufen ist und es heute an manchen Tagen nicht zum Supermarkt nebenan schafft?

#42 chronische Erkrankung
Ist jede chronische Erkrankung eine Behinderung? Oder ist jede Behinderung eine chronische Erkrankung? Was sind die Unterschiede – oder gibt es sogar Gemeinsamkeiten? Darüber diskutieren wir in dieser Episode unseres Bayern 2 Podcasts.
Wir thematisieren auch die gesellschaftliche Repräsentation von MS: Wie steht die MS in der Öffentlichkeit da und welche Rolle spielen Prominente wie Selma Blair.
MS ist eine Erkrankung, zu der vergleichsweise viel geforscht wird – auch das werfen wir gemeinsam mit Sibylle auf: Wie privilegiert ist man eigentlich als Betroffene einer bekannten Erkrankung?
Im letzten Teil erzählt uns Sibylle, welche strukturellen Bedingungen es vor allem im Job bräuchte, damit Menschen mit dynamischen Behinderungen inklusiv am Arbeitsleben teilhaben können.